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	<title>The Turkey Curse</title>
	<link>http://blog.fukami.io</link>
	<description>fukamis terror chatroom</description>
	<pubDate>Sat, 08 Jun 2013 17:26:06 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Na und, Thomas?</title>
		<link>http://blog.fukami.io/archives/2013/06/08/na-und-thomas/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Jun 2013 16:51:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fukami</dc:creator>
		
		<category>Politics</category>

		<category>Deutsch</category>

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		<description><![CDATA[Ich bin kein Rechtsgelehrter, aber selbst mir fallen manchmal Denkfehler von Thomas Stadler auf, die er in seinem Blog äussert. Normalerweise ignoriere ich solche Aussagen dann einfach, aber grade in der Debatte zur EU-Datenschutzreform kommt die Argumentation oft genauso daher, wie die der Lobbyisten, die es zu bekämpfen gilt. 

Diesmal muss ich mich aber doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin kein Rechtsgelehrter, aber selbst mir fallen manchmal Denkfehler von Thomas Stadler auf, die er in seinem Blog äussert. Normalerweise ignoriere ich solche Aussagen dann einfach, aber grade in der Debatte zur EU-Datenschutzreform kommt die Argumentation oft genauso daher, wie die der Lobbyisten, die es zu bekämpfen gilt. </p>

<p>Diesmal muss ich mich aber doch dazu äussern, denn einige Ansagen in seinem Text <a href="http://www.internet-law.de/2013/06/prism-ist-kein-originar-amerikanisches-phanomen.html">Prism ist kein originär amerikanisches Phänomen</a> lassen mir die Nackenhaare zu Berge stehen.</p>

<p>Nach deutschen Recht dürfen deutsche Geheimdienste eben nicht tun und lassen was sie wollen, sie müssen sich an Recht und Gesetz halten - es kommt halt nur selten bis nie zu Verfahren, die es aber durchaus geben könnte, auch wenn sie extrem kompliziert zu führen sind. Das gilt umso mehr, wenn Angehörige von Geheimdiensten fremder Staaten gegen dieses Recht verstossen, und das gilt selbstverständlich auch für Verstösse gegen EU-Recht. Und das gilt erst recht, wenn sie sich dazu illegal Zugriffe auf informationstechnische Systeme verschaffen, durch Backdoors oder einen gezielten Angriff. Wenn man diesem Grundsatz nicht folgen würde, gäbe es keinen Rechtsstaat - den ich aber durchaus noch für existent halte. Denn nur, weil sich Geheimdienste nicht darum scheren, wird ihr handeln nicht legal, sondern unterliegt Rechtsnormen (und sowas wie Prism ist in der Form im deutschen Rechtssystem nicht konstruierbar). Es gibt also durchaus Ansätze, diese Schnüffelei auch mit Hilfe von Gesetzen einzudämmen oder doch zumindest mit einem extrem hohem Preis zu versehen. Von daher ist es sogar ganz entscheidend, die rechtliche Situation entsprechend auszugestalten, ja unerlässlich.</p>

<p>Ob nun ausgerechnet die Datenschutzverordnung der sinnvollste Weg ist sei einmal völlig dahin gestellt (ist es ganz sicher nicht). Das alles ist natürlich wenig wert, wenn es gar keine Sanktionen gibt, sondern einfach akzeptiert wird, dass Geheimdienste so sind wie sie sind (und das tut er ja in seinem Text irgendwie). Diese Akzeptanz ist aber schon längst nicht mehr vorhanden, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich dieser gesellschaftliche Konsens darüber in konkreten Maßnahmen äussert - wenn auch vielleicht nicht jetzt und gleich. Es gibt aber mehr als genug Anzeichen, dass sich diese Form der geheimen Aktivitäten nicht mehr ewig aufrecht erhalten lassen. </p>

<p>Aber eine Ansage &#8220;die scheren sich sowieso nicht darum&#8221; geht meiner Ansicht nach total fehl: Selbstverständlich kann Deutschland oder die EU entsprechende Richtlinien schaffen, die auch eine Wirkmacht entfalten - und soweit ich das einschätze ist man damit auch gut beraten. Denn was ist &#8220;Staat&#8221; anderes als die Gesamtheit seiner Bürger? Und diese muss er gegen die politischen und wirtschaftlichen Interessen fremder Staaten schützen (sonst brauchen wir keinen Staat und müssen auch nicht mehr weiter diskutieren). </p>

<p>Diese Verordnung ist einer der Bausteine, mit dem Rechte und Pflichten von Bürgern unter bestimmten Bedingungen definiert werden sollen, und ich würde es besser finden, wenn er sich als konstruktiver Bürgerrechtler zeigen und mit ordentlichen Vorschlägen um die Ecke kommen würde statt schräg gegen Regelungen zu argumentieren, die die Bürgerrechte und den Datenschutz stärken sollen. </p>

<p>Und es ist ganz nebenbei auch wenig zielführend, die Journalisten in Mithaftung zu nehmen. Denn genauso wie die meisten Menschen keinerlei Bock auf jede Art von Geheimdiensten haben und mit ihnen nichts zu tun haben wollen, geht es auch den allermeisten Journalisten. Ist es ihnen zu verdenken?</p>
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		<title>Hunde und Katzen essen‎</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 12:19:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fukami</dc:creator>
		
		<category>Events</category>

		<category>Politics</category>

		<category>Deutsch</category>

		<category>Netzpolitik</category>

		<category>Open Data</category>

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		<description><![CDATA[Letzte Woche war ich seit langer Zeit mal wieder unterwegs im Rheinland (z.B. zur Vorbereitung der SIGINT, verschiedene Treffen im Kontext des Transparenzgesetzes NRW, HV der Drosselkom u.a.), und es gab dabei eine Reihe seltsamer Eindrücke, über die sich gar nicht so einfach schreiben lässt. Einige Sachen muss ich dennoch loswerden, auch wenn sie missverständlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche war ich seit langer Zeit mal wieder unterwegs im Rheinland (z.B. zur Vorbereitung der <a href="http://sigint.ccc.de" title="SIGINT">SIGINT</a>, verschiedene Treffen im Kontext des <a href="http://www.nrw-blickt-durch.de/" title="Transparenzinitiative NRW blickt durch">Transparenzgesetzes NRW</a>, HV der <a href="https://digitalegesellschaft.de/2013/05/demonstration-fur-den-schutz-der-netzneutralitat-updates/" title="Demonstration für den Schutz der Netzneutralität">Drosselkom</a> u.a.), und es gab dabei eine Reihe seltsamer Eindrücke, über die sich gar nicht so einfach schreiben lässt. Einige Sachen muss ich dennoch loswerden, auch wenn sie missverständlich oder gar als Angriff ankommen mögen, als das sie nicht gemeint sind. </p>

<p>Im NRW-Landtag in Düsseldorf fand auf Einladung der Landesregierung die Veranstaltung <a href="http://www.nrw.de/opennrw/opennrw-1/‎" title="#opennrw">Zukunftsforum &#8220;Digitale Bürgerbeteiligung&#8221; - Open Government und Open Parliament in NRW</a> statt. Um es gleich klar machen: Ich fand die Veranstaltung im Kern ganz gut und weiss durchaus sehr zu schätzen, was die Landtagsverwaltung NRW auf die Beine gestellt hat. Allerdings hoffe ich, dass bei weiteren Veranstaltungen dieser oder ähnlicher Art die Organisatoren im Detail etwas mehr Fingerspitzengefühl, Humor und Mut entwickeln. Meines Erachtens entspräche das Format wohl eher einem klassischen Barcamp, das etwas mehr Spontanität zugelassen hätte. Trotzdem muss ich sagen, dass ich es als sehr viel offener empfunden habe als erwartet.</p>

<p>Aber wie schon angedeutet gibt es einige Anmerkungen, die ich mir einfach nicht verkneifen kann.</p>

<p>Das <a href="http://www.nrw.de/opennrw/veranstaltung-1/das-programm.html" title="Programm #opennrw">Programm</a> startete mit den Eröffnungsreden von Landtagspräsidentin Carina Gödecke und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Danach ging es direkt weiter mit dem ersten Panel &#8212; und was für einem: Dort standen 10 (in Worten zehn) Männer in gleichem Aufzug einer (in Worten: einer) Frau gegenüber. Diese Frau wurde zudem mit den Worten begrüßt: &#8220;Nun kommen wir zu unserer einzigen Frau in der Runde. Dafür hat sie aber einen schönen Namen&#8221;. Hier ein Screenshot von diesem Teil der Veranstaltung, der durchaus etwas ikonenhaftes hat wie ich finde.</p>

<p><a href="http://www.nrw.de/opennrw/veranstaltung-1/videos-der-auftakt-und-abschlussdiskussion.html"><img src="http://dinge.fukami.io/eroeffnungspanel.png" alt="Eröffnungspanel #opennrw" width="600"/></a></p>

<p><em>Anmerkung: Der Screenshot ist von dem <a href="http://www.nrw.de/opennrw/veranstaltung-1/videos-der-auftakt-und-abschlussdiskussion.html" title="Video Panel 1 bei #opennrw">Video des Panels</a>. Ein anderes Foto besserer Qualität, dass ich auf Grund der Lizenz nicht einbinden kann, findet sich bei <a href="http://www.flickr.com/photos/nrwpunktde/8746319377">Flickr</a>.</em></p>

<p>SRSLY? Im Jahre 2013 findet ein Event zum Thema &#8220;Digitale Bürgerbeteiligung&#8221; statt und die Veranstalter stellen dort allen Ernstes 10 Kerle und eine Frau auf die Bühne? Das ist irgendwie etwas zuviel Postgender für meinen Geschmack, und überhaupt: Dass eine Veranstaltung zu so einem Thema sogar einen geringeren Frauenanteil aufweist als die üblichen Nerdkonferenzen oder ein durchschnittlicher Parteitag der Piratenpartei, sollte sehr zu denken geben. </p>

<p>Bemerkenswert war auf dem Panel übrigens Innenminister Jäger (dritter von links auf obigem Bild) mit dem Spruch &#8220;Ich finde, Open Government hat nichts damit zu tun, dem Bürger terabyteweise Daten zuzuschieben&#8221;. Doch, lieber Herr Jäger, genau das hat es. Dass der zuletzt durch seinen besonderen Einsatz für die <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/nrw-beschwor-horrorszenarien-fuer-bestandsdatenauskunft-a-899421.html" title="Bestandsdatenauskunft">Bestandsdatenauskunft</a> und auch sonst nicht grade als Freund bürgerrechtsfreundlicher Politik bekannte SPD-Minister solche Sachen auf einem Event dieser Art von sich gibt ist schon irgendwie bitter, zeigt es doch, wie wenig ihn das Thema ganz offensichtlich interessiert, sonst hätte er mitbekommen, worum es geht. Sehr schräg war dann auch, dass auf dem Panel über Mails von Mitarbeitern diskutiert wurde, die echt niemanden interessieren, denn darum geht es in der Debatte um Offene Daten nicht und ging es auch nie, aber total vom Wesentlichen ablenken.</p>

<p>Im Vorfeld der Veranstaltung wurde der Hashtag <a href="https://twitter.com/search?q=%23opennrw&amp;src=typd" title="Suche nach Hashtag #opennrw bei Twitter">#opennrw</a> für Twitter öffentlich auf den entsprechenden Seite verkündet und sogar Broschüren damit gedruckt, woraufhin <a href="https://twitter.com/Marudor/status/335293494950236161" title="Marudor findet da sind zu wenig Katzen">jemand</a> ein kleines Script geschrieben hat, das Katzenbilder von Google geholt und mit dem entsprechenden Hashtag versehen konstant auf Twitter postete.</p>

<p>Auf dem Event wurde zur Eröffnung verkündet, der Hashtag werde nun auf #opennrw13 geändert und sogleich bekam ich hinter mir ein Telefonat mit, in dem die Worte fielen &#8220;Hey, die haben den Hashtag geändert. Hol die Katzen raus!&#8221; - wohl in Anlehnung an &#8220;Bring out the KRAKEN&#8221;. </p>

<p><a href="http://dinge.fukami.io/catattack.png"><img src="http://dinge.fukami.io/catattack.png" alt="Cat Attack auf #opennrw und #opennrw13" width="600"/></a></p>

<p><em>Symbolbild: <a href="https://twitter.com/CatsForNRW/status/335751686968709121" title="Katzenangriff">Anhaltender Cyberangriff von Katz3n auf #opennrw und #opennrw13</a></em></p>

<p>Es gab auf dem Event natürlich auch wenig überraschend &#8220;Twitterwalls&#8221;, bei denen irgendwann &#8220;katzen&#8221; und &#8220;katz3n&#8221; gefiltert wurden: </p>

<p><a href="http://dinge.fukami.io/twitterwall.jpg"><img src="http://dinge.fukami.io/twitterwall.jpg" alt="#opennrw ohne katzen" width="600"/></a></p>

<p><em>OpenNRW nur ohne Katzen: <a href="https://twitter.com/fukami/status/335399776185102337" title="Tweet: Im Landtag NRW gibt es offensichtlich eine gewisse Katzenfeindlichkeit">Im Landtag NRW gibt es offensichtlich eine gewisse Katzenfeindlichkeit</a></em></p>

<p>Für mich bringt das prinzipielle Defizite im Umgang mit digitaler Öffentlichkeit sehr gut auf den Punkt, und nicht zuletzt das war ja wohl auch Sinn der Übung wie ich das einschätze. Zumindest aber die Landeszentrale für politische Bildung NRW scheint es mit Humor genommen zu haben und <a href="https://twitter.com/LZpBNRW/status/335308184690520065" title="Tweet der Landeszentrale für politische Bildung NRW">twitterte</a> &#8220;Kann einer mal die katze füttern!&#8221;. Es sollte tatsächlich einfach als das betrachtet werden, was es ist: Ein vielleicht etwas schräges, aber durchaus herzliches und freundliches Willkommen, ein &#8220;wir werden noch viel Spass haben, wenn ihr ein wenig den Stock aus dem Hintern nehmt&#8221; und eine Einladung, weiter auf Augenhöhe miteinander zu reden (ja, auch auf Augenhöhe der Katzen, aber den Witz kann keiner kapieren, der nicht in einer konkreten Situation dabei war ^^). </p>

<p>Aber ehrlich: Ich vermute, dass daraus die falschen Schlüsse gezogen werden &#8212; was sich ja schon daran zeigt, dass Urheber dieser Aktion anwesend waren (nein, ich war das nicht!), aber weder IRL noch auf Twitter wirklich eine direkte Ansprache stattfand, auf die diese ganz sicher reagiert hätten. Denn das war (und ist) kein anonymer Porno-, Malware- oder Linkspam, sondern freundlich dreinblickende Katzen (und, zugegeben, das eine oder andere Pony, das sich dort eingeschlichen zu haben scheint).</p>

<p>Zum Abschluss gab es &#8212; Tusch &#8212; ein weiteres Panel, dieses Mal mit nur fünf Männern und einer Frau. Schade eigentlich, waren die Workshops im Laufe des Tages doch meist von gutem Niveau, und dieses Panel war für den Abschluss zu schwach. </p>

<p>Auch wenn das jetzt etwas merkwürdig rüberkommen mag, dass ich eine Kritik ausgerechnet an der einzigen Frau in der Gruppe richte, muss ich sie dennoch loswerden. </p>

<p>Einmal mehr irritierte mich das Gov2.0-Netzwerk: Deren Vertreterin auf dem Panel ist nicht nur im Vorstand des Vereins, sondern auch Mitarbeiterin bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dataport" title="Die Wikipedia über Dataport">Dataport</a>, dem Dienstleister der Verwaltungen in den Nordländern. Sie betonte zwar in der Vergangenheit mir gegenüber schon öfter, dort nur als Pressesprecherin zu arbeiten und bezeichnet sich als Journalistin (ich definiere das Wesen dieses Begriff anders, aber das nur am Rande). Angaben zu diesem Engagement findet sich aber weder auf der Webseite der Veranstaltung, noch wurde darauf bei dem Panel hingewiesen. Das wirkt ähnlich wie bei dem Blogpost <a href="http://www.gov20.de/die-govdata-entrustung-ein-barendienst/" title="Die GovData-Entrüstung…ein Bärendienst?">Die GovData-Entrüstung…ein Bärendienst?</a> damals, bei der der Autor der Kritik an der unabhängige Open Data/Open Government-Szene ebenfalls &#8220;vergaß&#8221; klarzustellen, was sein persönlicher Kontext ist und wie es in solchen Fällen üblich sein sollte: Er ist NTO (National Technology Officer) bei <a href="http://www.microsoft.com/de-de/news/pressemitteilung.aspx?id=533381" title="Pressemitteilung von Microsoft zu Thomas Langkabel">Microsoft</a> und war ehemals bei CSC, die &#8212; Funfact am Rande und totally unrelated &#8212; jetzt grade einen <a href="https://netzpolitik.org/2013/bundeskriminalamt-bestatigt-anschaffung-von-staatstrojaner-gamma-finfisher-wir-haben-die-software/" title="Netzpolitik zum Staatstrojaner">Funktionstest des Staatstrojaner</a> durchführen soll. Einen NGO als einzige Referenz zu benutzen, während man gleichzeitig in Unternehmen arbeitet, die in dem Bereich tätig sind, den man vertritt, ist mehr nur ein bisschen bemerkenswert und hatte ich auch schon während meines <a href="http://re-publica.de/en/sessions/maschinenlesbare-regierung-eine-kritische-analyse-zur-gegenwart-open-data-und-open-govermen" title="Vortrag zur re:publica">re:publica-Vortrages</a> mit Lorenz thematisiert. </p>

<p>Grade innerhalb dieser Szenerie, die sich der Öffnung politischer und verfahrenstechnischer Prozesse verschrieben hat, ist Transparenz von ganz besonderer Bedeutung &#8212; auch wenn das die Beteiligten ganz anders sehen und sich z.B. bei Facebook im Nachgang des erwähnten Blogposts darüber mokieren, diese Klarstellungen empfänden sie als störend (Sorry, ich habe keinen Facebook-Account mehr um darauf zu verlinken). Die Entscheidung und Bewertung darüber obliegt ihnen meiner Ansicht nach aber gar nicht (was ich auch schon öfter betont habe). Wenn sie also über den vielbeschworenen &#8220;Kulturwandel&#8221; reden wollen, ist das eben auch ein Teil dieser neuen Kultur: Klare Ansagen bei möglichen Interessenskonflikten, wie sie ganz offensichtlich existieren. Die ergeben sich automatisch durch Arbeitsverträge, und schränken die Kritikfähigkeit und -möglichkeit ganz erheblich ein. Das zeigt sich dann ja auch in eher nichtssagenden Statements auf diesem Panel, wo es durchaus noch einiges zu sagen gegeben hätte. Es sei aber auch noch einmal klar gestellt, dass es nicht als fachliche Kritik gemeint ist, und ich halte die Personen durchaus für kompetent.</p>

<p>Im <a href="http://chaosdorf.de" title="Chaosdorf - CCC Düsseldorf e.V.">Chaosdorf</a> wurde der Abend beendet mit &#8220;Freitagsfoo&#8221; genannten Kurzvorträgen zu ZFS (passend im Zusammenhang der &#8220;terabyteweisen Daten&#8221;), Arbeitsschutz, DNS, Ideen für eigene Verschlüsselung sowie anschliessendem Konsum von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Barbarella_(Film)" title="Barbarella">Barbarella</a> und Sachen wie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=r9YyaknVx_o" title="Smells Like Humppa">Smells Like Humppa</a> von Eläkeläiset, was speziell an diesem Tag ganz besonders gut zum Ausdruck gebracht hat, wie ich einiges an diesem Tag empfunden habe.</p>

<p>Als ich dann irgendwann spät nachts nach &#8220;opennrw&#8221; bei Google gesucht habe, bekam ich als Antwort folgende Seite, dessen Werbeblock an Ende der Seite mich zu dem Titel des Textes inspirierte und mich praktisch dazu zwang, das Ganze kurz niederzuschreiben. Es ist meines Erachtens wichtig sich klar zu machen, was öffentlicher Raum im Netz momentan bedeutet und wie weit das von dem entfernt ist, was es sein sollte. Oder wie ich in meiner <a href="http://dinge.fukami.io/rede-dekt-fiug-2013.html" title="Rede zum Kirchentag 2013">Kirchentagsrede</a> sagte: &#8220;Der öffentliche Raum, über den wir hier reden, ist eher mit einem Kaufhaus zu vergleichen, in dem wir uns treffen und austauschen. Niemand würde das in der Realität ernsthaft als öffentlichen Raum in dem Sinne begreifen, wie wir ihn sonst ganz selbstverständlich wahrnehmen, sondern als das was es ist: Ein privater Raum mit öffentlicher Begängnis&#8221;. So verwundert es eben auch nicht, womit der Begriff &#8220;OpenNRW&#8221; aus Sicht der Werbenden zusammenhängt. </p>

<p><a href="http://dinge.fukami.io/hunde_und_katzen_essen.jpg"><img src="http://dinge.fukami.io/hunde_und_katzen_essen.jpg" alt="Hunde und Katzen essen!" width="600"/></a></p>

<p>Mal davon abgesehen, dass ich gelernt habe, in Schweiz sei es völlig normal, Hunde und Katzen zu essen: Erlebnisse an Tagen wie diesen sind es, warum ich dieses Internet einfach von ganzem Herzen liebe!</p>
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		<title>Adblocking ist ein Sicherheitsthema</title>
		<link>http://blog.fukami.io/archives/2013/05/14/adblocking-ist-ein-sicherheitsthema/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 May 2013 11:11:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fukami</dc:creator>
		
		<category>Security</category>

		<category>Deutsch</category>

		<category>Netzpolitik</category>

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		<description><![CDATA[Lieber Stefan,

ich schreibe dir, weil ich eine Sache klarstellen möchte: Ich blocke Werbung nicht, weil mich Werbung nervt (ich sehe die nicht mehr) oder euch um eure Einnahmen zu bringen will, sondern weil die Werbung über JavaScript von für mich alles andere als vertrauenswürdige Drittanbieter ausgeliefert wird. Ich weiss durchaus guten Journalismus zu schätzen, weiss, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Stefan,</p>

<p>ich schreibe dir, weil ich eine Sache klarstellen möchte: <a href="http://www.sueddeutsche.de/kolumne/ausnahme-fuer-szde-bitte-deaktivieren-sie-ihren-adblocker-fuer-uns-1.1627778">Ich blocke Werbung</a> nicht, weil mich Werbung nervt (ich sehe die nicht mehr) oder euch um eure Einnahmen zu bringen will, sondern weil die Werbung über JavaScript von für mich alles andere als vertrauenswürdige Drittanbieter ausgeliefert wird. Ich weiss durchaus guten Journalismus zu schätzen, weiss, dass dieser nicht umsonst zu haben ist und habe vermutlich mehr Verständnis für die Probleme der Verlage als viele andere denke ich. </p>

<p>Trotzdem kann ich nicht zulassen, dass irgendwelche Buden, die sich regelmässig pwnen lassen, meinen Rechner fernsteuern - denn das und nur das ist JavaScript: Remote Control eines Browsers durch den Server. Dieses Blocking ist also in erster Linie reiner Selbstschutz und ist auch jedem Nutzer sehr zu empfehlen.</p>

<p>Die Historie schädlicher Werbebanner auf Medienseiten ist lang und hat so ziemlich viele schon einmal irgendwann getroffen, sei es Zeit, Spon, Heise oder Handelsblatt um nur mal ein paar zu nennen, über die Schadcode verteilt wurde. Ein Problem ist dabei auch nicht zuletzt, dass es in so einem Falle ausser einer Entschuldigung keinerlei Entschädigung für die Opfer dieser Angriffe gab und gibt (sofern die Leute überhaupt merken, dass die gehackt wurden). </p>

<p>Ich bin nicht die Person, die tolle Ideen für Geschäftsmodelle hat, die funktionieren. Ich würde mir etwas wünschen, das für eure Branche nicht in Frage zu kommen scheint: Sowas wie eine Pauschale für alle Publikationen - in etwa nach dem Modell der GEZ für die Öffentlich-Rechtlichen. Ich nutze die Angebote eher sporadisch (meist auf Grund von Links), &#8220;blättere&#8221; aber praktisch auf den Seiten nie rum, womit ein Abo für mich keinen Sinn ergibt. Diese Art der Zahlung würde mir in meinem Nutzungsverhalten entgegen kommen. </p>

<p>Micropayment ist leider in den letzten Jahren nicht wirklich weiter gekommen und ausser Flattr sehe ich momentan wenig. Ich verstehe aber auch, dass sich damit kein Journalismus auf hohem Niveau lange finanzieren lässt. </p>

<p>Wie auch immer: Die Verantwortung für meine Sicherheit kann nur ich übernehmen - kein Staat, kein Verlag, kein Journalist und keine guten Worte. Die Konsequenz ist also, dass die Werbung, so auf die nicht verzichtet werden kann, entweder so eingebunden wird, dass sie ohne JavaScript auskommt oder sie wird schlicht geblockt. Denn mir ist Information zwar äusserst wichtig, aber nicht wichtiger als meine Sicherheit.</p>

<p>Mit freundlichen Grüßen,
  fukami</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Entschuldigt bitte, Flauscheria!</title>
		<link>http://blog.fukami.io/archives/2013/01/03/entschuldigt-bitte-flauscheria/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jan 2013 11:58:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fukami</dc:creator>
		
		<category>General</category>

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		<description><![CDATA[An Tag 3 des 29C3 bin ich ausgeflippt und habe Euch heftig angeschrien. Anlass für diesen Ausbruch war, dass ich erstmals den Text auf den roten Creeper Cards gelesen hatte (die ich als Idee bekanntermaßen schon vorher schwierig fand) - und das leider direkt nach dem Aufstehen, mit wenig Schlaf, ohne Kaffee oder Frühstück, nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An Tag 3 des 29C3 bin ich ausgeflippt und habe Euch heftig angeschrien. Anlass für diesen Ausbruch war, dass ich erstmals den Text auf den roten Creeper Cards gelesen hatte (die ich als Idee bekanntermaßen schon vorher schwierig fand) - und das leider direkt nach dem Aufstehen, mit wenig Schlaf, ohne Kaffee oder Frühstück, nach irrsinnig arbeitsreichen und weihnachtsfreien Wochen, stressigen Tagen und einigen Geschichten, die sich auf der Veranstaltung hochgeschaukelt haben. Die Androhung von Gewalt auf diesen Karten hat mich in dem Moment unverhältnismäßig wütend gemacht und die Situation ist heftig eskaliert. Auf die genauen Hintergründe und die Vorgeschichte gehe ich vielleicht noch an gesonderter Stelle ein.</p>

<p>Aber vollkommen egal, was da im Vorfeld abgelaufen sein mag und wo die sachlichen und emotionalen Hintergründe meines Verhaltens lagen: Ich habe mich sowohl im Ton als auch in der Lautstärke und Form erheblich vergriffen. Das geht so nicht, und ich möchte bei Euch in aller Form um Entschuldigung bitten. Ich bereue diesen Ausbruch sehr, es tut mir wirklich leid. </p>

<p>fukami</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die schwarze Liste von Anonymous? SRSLY?</title>
		<link>http://blog.fukami.io/archives/2012/05/14/die-schwarze-liste-von-anonymous-srsly/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 13:48:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fukami</dc:creator>
		
		<category>General</category>

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		<description><![CDATA[Als ich vorhin den Text von Michael Hanfeld mit dem Titel Die schwarze Liste von Anonymous in der FAZ gelesen habe, bei dem es um eine schwarze Liste der Unterzeichner des Aufrufs Wir sind die Urheber! geht, die Anonymous erstellt haben soll, bin ich beim Lesen etwas stutzig geworden - und zwar genau an dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich vorhin den Text von Michael Hanfeld mit dem Titel <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/urheber-appell-die-schwarze-liste-von-anonymous-11750188.html">Die schwarze Liste von Anonymous</a> in der FAZ gelesen habe, bei dem es um eine schwarze Liste der Unterzeichner des Aufrufs <a href="http://wir-sind-die-urheber.de/">Wir sind die Urheber!</a> geht, die Anonymous erstellt haben soll, bin ich beim Lesen etwas stutzig geworden - und zwar genau an dem Punkt, an dem von <em>Angriffen mit Mailbomben</em> die Rede ist. Mit diesen Mailbomben soll die Webseite der Krimiautoren, die die Kampagne <a href="http://www.ja-zum-urheberrecht.de/">Ja zum Urheberrecht</a> ins Leben gerufen haben, lahmgelegt worden sein. Die genaue Textpassage:</p>

<blockquote>
Die Website des halben Dutzend Krimiautoren, die sich das ausdachten, wurde mit einer Mailbombenattacke lahmgelegt, die Initiatoren wurden mit Hass-Mails eingedeckt und persönlich bedroht, sie haben Anzeige gegen unbekannt wegen Belästigung erstattet.
</blockquote>

<p>Während der letzte Teil für jeden, der im Netz seine Meinung äussert, schon fast als Ritterschlag gelten kann und zeigt, dass man ernst genommen wird, hege ich keinerlei Zweifel daran, dass die Autoren diese üblen Mails auch wirklich bekommen haben, glaube an den ersten Teil des Satzes einfach nicht und will auch kurz erklären, warum das so ist.</p>

<p>Eine <em>Mailbombe</em> kann, vereinfacht gesagt, so etwas sein wie eine gepackte Zip-Datei, die bei der Prüfung einer Antivirensoftware auf Schadcode ausgepackt werden muss und dafür sorgt, dass der Arbeitsspeicher des Rechners so belegt wird, dass keine weiteren Operationen mehr möglich sind. Damit ein Webserver davon betroffen ist, muss aber der Mailserver auf demselben Rechner sein, denn nur dann beeinflusst er überhaupt das Verhalten anderer Dienste. Wenn man sich aber mal genau ansieht, welche Mailserver für die Domains der Krimiautoren und der Kampagne zuständig ist, dann sieht man, dass dies ein vollkommen anderer Rechner ist als der, der die Webseiten ausliefert (was nicht wundert, ist das doch ein sogenannter Shared Host, auf dem viele verschiedene Domains gehostet werden). </p>

<p>Für mich steckt hier also schon der erste Fnord drin, der mich direkt zu weiteren Überlegungen bringt: Warum sollten sie lügen? Was haben sie davon, diese Geschichte so aufzuziehen?</p>

<p>Eine Frage, die sich in dem Kontext stellt, ist aber noch eine ganz andere: Warum machen die Krimiautoren im Rahmen des Urheberrechts eine Aktion, die so direkt Anonymous thematisiert? Man kann jetzt natürlich sagen, sie wollten einfach provozieren, wollten, dass die Anons genau so etwas machen. Aber was bringt ihnen das in der ganzen Urheberrechtsdebatte?</p>

<p>Thomans Stadler stellt heute in seinem Beitrag <a href="http://www.internet-law.de/2012/05/wer-koordiniert-die-urheberrechtskampagne.html">Wer koordiniert die Urheberrechtskampagne?</a> eine Frage, die sich meiner Ansicht nach tatsächlich ergibt, denn da passiert grade etwas, was man so auch noch nicht gesehen hat: Eine Kampagne, die von vielen Seiten her Angriffe auf die vermeintlichen Feinde des Urheberrechts im Sinn hat und mal mehr, mal weniger deutlich macht, auf wen dieser Angriff konkret abzielt, aber letztendlich alles andere als eine Dialogbereitschaft zum Ausdruck bringt.</p>

<p>Der Subtext dieser Kampagne aber ist: Anonymität im Netz ist eine Bedrohung - für Urheber und für die Demokratie. Damit stimmen sie in die immer wieder geforderte Äusserung nach Deanonymisierung des Netzes und Vorratsdatenspeicherung ein, die auch von Seiten des Innenministeriums immer wieder zu vernehmen sind. </p>

<p>Der Zeitpunkt für diese Kampagne ist gut: Das Thema hat nach dem zornigen Interview mit Sven Regener im <a href="http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/pop-platten/sven-regener-urheberrecht100.html">BR-Radiomagazin &#8220;Zündfunk&#8221;</a> eine mediale Präsenz wie nie zuvor. Viele der Akteure, die sich seit Jahren mit dem Thema auseinander setzen, sind über den Raum, die diese Debatte endlich einnimmt, sehr froh - gibt es diese doch schon seit mehreren Jahren, und sie wird auch auf recht hohem Niveau geführt. </p>

<p>Neben vielen anderen Forderungen an ein modernes Urheberrechtssystem ist eine, dass diese Regelungen bürgerrechtsschonend sein sollen, also ohne Überwachung der Nutzer auskommt. Es sollte sich u.a. an dem System der Pauschalabgaben messen, welches seit Jahren als Abgabe auf Drucker, Festplatten usw. existiert, aber auf das Internet übertragen werden könnte (dies ist nur ein Aspekt und der Einfachheit halber starkt verkürzt). Eine der Ideen dafür ist eine Kulturflatrate oder der Ansatz Kulturwertmark, der sich zudem noch des Problems der Verteilung Pauschalen annimmt. </p>

<p>Diese Ideen für neue Pauschalvergütungssyteme bedrohen allerdings das bestehende und ruft damit Widerstand hervor. Wenn man z.B. mit Kulturpolikern spricht, so fällt einem auf, dass sie immer wieder gerne auf Systeme abheben, die nur funktionieren, wenn es keine anonyme und pauschale Nutzung gibt, sondern eine, die genau nachvollziehbar ist (ob und wie technisch überhaupt machbar sei mal dahin gestellt). </p>

<p>Und hier sehe ich auch den Zusammenhang der Kampagne: Es geht im Kern darum, Anonymität, die für uns im Alltag selbstverständlich ist, im Netz zu diskreditieren. Dabei wird sogar in dem FAZ-Artikel wenig stringent argumentiert: </p>

<blockquote>
Dass diese Daten aber nicht allein aus öffentlichen, leicht zugänglichen Quellen stammen, sondern das Ergebnis von Recherche und Aushorchung sind, kann man schon an dem Beispiel des Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff sehen. Auch er, der aufgrund seiner Arbeit besonderen Wert darauf legen muss, nicht für jedermann identifizierbar zu sein, wird von der Anonymous-Gruppe, die diese Datei angelegt hat, als Zielperson aufgeführt.
</blockquote>

<p>Es wird also mit zweierlei Mass gemessen: Die gute Anonymität, die für einen Journalisten bei der Recherche nötig ist und die schlechte, die im Internet. Dass es dieselbe Seite derselben Medaille ist, kommt dem Schreiber dabei nicht in den Sinn. Jedenfalls geht es auch hier wieder darum, wie bösartig die Netz-Anonymität ist.</p>

<p>Aber ein System, dass die anonyme Nutzung im Internet unmöglich macht, benötigt ein Komponenten, die prinziell die komplette Nutzung protokollieren und deswegen auch so vehement von den Aktivisten bekämpft werden. Es gibt da auch keine VDS-Light-Lösungen, die nur bei urheberrechtlich geschütztem Material greift, auch wenn das einige denken mögen.</p>

<p>Noch einmal deutlich: Ich halte nichts von irgendwelchen Listen von Leuten, die andere Meinungen haben und diese öffentlich und nachdrücklich vertreten, im Gegenteil. Aber ich frage mich schon, ob diese Liste tatsächlich das ist, was der Artikel vorgibt. Denn wenn man sich diese Liste ansieht, so stammen die Daten nicht aus einem Hack wie bei Sony oder Stratfor, sondern aus öffentlich zugänglichen Quellen - auch im übrigen bei Wallraff. Und ob das wirklich Anonymous war, ein Angry Kid, das früher mal Stress mit Abmahnungen hatte und deswegen freidreht oder vielleicht auch einfach eine False Flag-Nummer, kann man nicht so einfach ermessen. </p>

<p>Egal wie, es ist weit weniger dramatisch, als es in dem Artikel dargestellt wurde, wobei ich verstehen kann, dass die Leute, die dort aufgeführt, vollkommen zu Recht wenig amüsiert sein dürften. Was aber eben schon auffällt ist, dass sich die ganze Debatte von Seiten der (im übrigen recht priviligierten) Urheber um das Thema Anonymität im Netz bzw. dessen Aufweichung dreht.</p>

<p><strong>Nachtrag:</strong> Ob die Krimiautoren bewusst gelogen haben oder einfach nur nicht verstanden haben, was da passiert ist, vermag ich nicht zu sagen. Es ist aber einfach eine unsinnige Ansage. </p>

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