The Turkey Curse
fukamis terror chatroom

Junges Glück mit Hund sucht …

Pungenday, 9th Bureaucracy, 3172.

… Wohnung in Bonn, bis 650/700 Euro inkl. Nebenkosten ab 1. oder 15. September. Es muss _auf jeden Fall_ möglich sein, [einen Hund][] mit in der Wohnung wohnen zu lassen.

Nicht, dass ich glaube, es hilft wirklich hier darüber zu schreiben. Aber langsam wird es doch etwas knapp, und vielleicht hat ja der eine oder andere doch einen Tip.

[einen Hund]: http://flickr.com/photos/fukami/204757236/in/set-72157594221360049/

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6 von 10

Pungenday, 27th Confusion, 3172.

My ass. Ich fühle mich, als wäre ich von ‘ner Dampfwalze geküsst worden…

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Extraktionen

Sweetmorn, 10th Confusion, 3172.

Blackberry

Letztes Wochenende fand die ph-neutral in Berlin statt. Bemerkenswert fand ich, dass es einen Fokus auf Mobil-Devices und deren Modifikation gab: Erst gab einen sehr interessanten Vortrag von Hunz zum Thema JTAG — einer Möglichkeit zum Debuggen von Hardware (siehe Blackberry auf dem Bild). Später gaben Frank und Fiedel Tips und Tricks für den Auseinander- und Zusammenbau von Hardware, speziell auch Telefonen. Am Ende gab es noch von LaForge etwas, das unter dem Motto “How to 0wn an EZX” hätte stehen können und Einblicke in OpenEZX, Motorolas Mobiltelefon-Plattform, gab.

Aber auch Themen wurden behandelt, so z.B. CRSF/Session Riding von Martin Johns, der einige sehr unkonventionelle (und aus meiner Sicht nicht in jedem Fall benutzbare) Ideen zur Vermeidung derartiger Probleme erläuterte. Für mich sehr überraschend war ein kurzweiliger Vortrag zum Thema “Security Engineering in Windows Vista” von John Lambert, seines Zeichens “Security Group Manager” bei Microsoft. Überraschend war der Vortrag deswegen, weil schon recht deutlich wurde, wie viel Energie und Know-How der Riese aus Redmont in die Sicherheit seiner nächsten OS-Version zu stecken gedenkt. Zudem gab es ein wenig Code zu sehen! Wer ein bisschen mitbekommen hat was in den letzten Monaten los war und wen die Redmonder alles eingespannt haben ist auch klar, dass sie tatsächlich etwas verstanden zu haben scheinen. Naja, wurde auch höchste Zeit.

oxff und Thorsten Holz gaben ein Update zu ihrer Arbeit an Nepenthes und der Beobachtung von Botnets. Verpasst habe ich allerdings leider den grössten Teil des Vortrages von Philippe Biondi von der EADS. Ich versuche ihn aber noch mal gesondert wegen eines Vortrages auf dem Kongress anzusprechen.

Sonntag abend dann erwartete mich statt eines ruhigen Abchillens im CCCB ein Zahnschmerz, der mich fast um den Verstand gebracht hat. Morgens unausgeschlafen ob der Unmöglichkeit etwas Ruhe zu finden kam ich dann in Köln an. Dann bin ich von Jens freundlicherweise ins Zentrum für Zahnmedizin des Universitätsklinikums in Bonn gefahren worden, in der man mir mitteilte, dass die betreffenden Zähne gezogen (in Sadistendeutsch: “extrahiert”) werden müssen, allerdings nicht sofort, da ich zur Schmerzbekämpfung dummerweise Aspirin genommen habe, welches das Blut verfüssigt und so diesen Eingriff unmöglich machte. Ein Nebensatz dann machte es dann vollkommen krass: Bei der Gelegenheit werden mir alle Zähne der betreffenden Seite gezogen, ein paar Tage später die der anderen Seite, so dass mir praktisch oben 2 und unten 4 Zähne verbleiben. Der Rest wird vorerst mir Provisorien aufgefüllt und im Laufe dieses Jahres wird es einen Plan für ein etwas Vollständigeres geben.

Auf’s nächste Steak bin ich ja mal gespannt …

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Schlaf heute Nacht mal woanders …

Sweetmorn, 61st Chaos, 3172.

Schlafen

Und genau diesen Rat habe ich freudig befolgt :-)

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Wohnen in Bonn

Prickle-Prickle, 37th The Aftermath, 3171.

Ich bin doch noch kleben geblieben und sitze im Netzladen in Bonn. Den Netzladen mag ich ohnehin sehr gerne, was u.a. an der FAU-Fahne und dem falschgerumten Pesthörnchen mit Herz liegen mag. Da ich in dem ganzen Kongress-Chaos anfangen muss, hier schnell eine Homebase zu finden, bin ich zuerst einmal dem Tip von Dirk gefolgt und habe mich auf www.studenten-wg.de umgesehen, denn schliesslich empfinde ich mich sowieso als Student und erstmal in einem einigermassen funktionierendem Sozialgebilde zu landen hätte was. Die Angebote für WG-Zimmer dort sind teilweise echt lecker. Ich mache mir so gar keine Sorgen mehr, dass ich kurzfristig etwas Tolles finde.

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Du bist Rheinländer

Prickle-Prickle, 37th The Aftermath, 3171.

Ich habe nun also, nach Unterschrift unter einen Arbeitsvertrag bei einer Firma in Köln, die Chance, mich die nächsten Monate auf den Karnevalsfrohsinn vorzubereiten und schonmal fleissig die Intonation von “Alaaf”-Rufen zu üben. Damit ich dies nicht frierend im Kalten tun muss suche ich _dringenst_ ab Anfang Januar ein WG-Zimmer in Köln oder Bonn. Wer etwas weiss oder Tips hat wo ich was finden kann melde sich bitte bei mir.

Ich bin richtig aufgeregt irgendwie …

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Vorstellung

Prickle-Prickle, 37th The Aftermath, 3171.

Heute hatte ich das erste Mal seit ewigen Zeiten ein Vorstellungsgespräch für einen Job, der mich wirklich interessiert. Bei dem Job geht es um Webentwicklung, in erster Linie auf PHP-Basis, und die Firma macht mir den Eindruck, als entwickelt sie sich grade erst und steht eigentlich am Anfang — was ich eher als positiv empfinde. Ich kann nur sehr schwer einschätzen, was ich für einen Eindruck hinterlassen habe, aber von meiner Seite aus ist es gut vorstellbar dort anzufangen. Mir ist aber auch klar, dass ich nicht zuviel Hoffnung darauf legen kann, denn mir ist ebenso klar, dass man, um eine Vorstellung von meiner Person zu bekommen, einiges an Zeit mit mir verbraucht haben muss. Notfalls habe ich aber noch andere Vorstellungstermine, so dass ich davon auch nicht sterbe wenn es nicht klappt. Egal wie, ich bin immer noch zuversichtlich, nein sicher, dass es mit einem Job ab Anfang des Jahres klappt.

Eine Sache muss ich aber noch loswerden, denn es stand indirekt eine Frage im Raum, die zu beantworten mir vergelcihsweise wichtig ist. Es ging darum, warum jemand 2 Jahre lang arbeitslos ist, wenn dieser doch angeblich eine fähige Person sei. Ich versuche es mal stark verkürzt zu erklären, auch wenn es natürlich nur einen winzigen Bruchteil des Ganzen zu beleuchten vermag. Aber das hier ist ja schliesslich ein Weblog …

Vor etwas über 2 Jahren hatte ich eigentlich mehr oder weniger alles was ich als persönliche Ziele im Kopf hatte. Ich hatte kein Verlangen nach einem Boot, einem Haus oder einer l33ten Karre, ich hatte einfach einige stressige aber sehr gut bezahlte Jobs, eine wirklich tolle Freundin und auch sonst war eigentlich alles in trockenen Tüchern, zumal ich schon immer versuche meinen eigenen Vorstellungen und Träumen zu folgen. Trotzdem war ich ab irgend einem Zeitpunkt sehr unzufrieden, und diese Unzufriedenheit wurde immer stärker, so stark, dass kein toller Sex, Musik und auch keine Drogen irgendwas daran verändern konnten. Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, woher das kam, und eigentlich weiss ich es bis heute natürlich nicht wirklich ganz genau. Ich vermute, dass es sowas wie eine Midlife-Crisis war, die Frage also, ob das denn alles gewesen sein soll, denn ich arbeitete schon immer ohne grössere Pausen seit ich denken kann. Es gab zwar auch genug andere Sachen, die mich interessiert haben, aber ich hatte den Drang, alles von jetzt auf gleich komplett zu verändern. Irgendwie bin ich dabei allerdings übers Ziel hinaus geschossen, und zwar so weit, dass ich am Ende sogar obdachlos wurde.

Obwohl das für einige Menschen ganz schrecklich klingen mag, es war trotzdem ausserordentlich wichtig für mich, denn ich habe eine Menge wichtiger Dinge über mich in den letzten 2 Jahren gelernt, und das möchte ich nicht missen. Vor allem bin ich mir selbst ein ganz gehöriges Stück näher gekommen. Vielleicht wäre das auch anders gegangen, vielleicht schmerzfreier. Aber ich denke, jeder muss einen anderen, eigenen Weg finden um sich ausserhalb der Welt seiner Fetische zu verstehen, die einen am Ende doch nicht beschützen wenn’s _wirklich_ darauf ankommt. Aber noch etwas anderes sehe ich für mich als echte Errungenschaft: Ich bin ziemlich frei von Eigentum und Ballast. Für meinen Wegzug von Dresden brauche ich keinen Laster, eine Autofuhre reicht locker um alles mitzunehmen woran ich hänge — aussser natürlich meinen Freuden die ich zurück lassen muss und was eigentlich der eigentliche Wermutstropfen ist.

Falls es also in Köln nicht klappt, irgendwo wird es klappen. Ich muss zugeben, dass die Wegfahrt von dem Gespräch mir klar gemacht hat, dass für mich so oder so etwas Anderes beginnen wird. Aber ich habe überhaupt keine Angst vor dieser Veränderung, im Gegenteil. Ich weiss, dass es mir einfach nur gut tun wird, zumindest wenn ich nicht an einen totalen Scheissjob mit und bei Scheisstypen gerate.

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Auf und Ab

Prickle-Prickle, 27th The Aftermath, 3171.

Heute war wieder mal so ein Abend, an dem ich sehr nahe dran war das Handtuch zu werfen. Ich sass irgendwann im Ašek und war total mit den Nerven runter. Da denkt man, man ist von einem Haufen schlauer Leute umgeben, am Ende artet es in ein ständiges Hauen und Stechen aus, und das, obwohl man sehr nahe dran ist. Ich war so fassunglos, dass ich mich zu wenig feinen Äusserungen habe hinreissen lassen und den Leuten echt heftige Beleidigungen an den Kopf geworfen habe, die mir sehr leid tun und so auch gar nicht gemeint waren. Es schmeckt mir ganz und gar nicht wie ich in dem Kontext teilweise abgehe. Andererseits habe ich was verstanden, was ich anders sicher so leicht nicht kapiert hätte.

Ich brauche auf jeden Fall innerhalb der nächsten 5 Wochen noch mal ein paar Tage Entspannung.

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The future is unwritten

Setting Orange, 3rd The Aftermath, 3171.

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich mit diesem Weblog angefangen und es anfänglich als den letzten Blogversuch bezeichnet. Ich habe hier über viele verschiedene Sachen geschrieben, und das Credo dieses Weblogs war, alles mit einem gewissen Humor zu sehen und sich nicht ins Bockhorn jagen zu lassen, egal was passiert. Eigentlich ist das ein guter Zeitpunkt, Bilanz zu ziehen und, entgegen meiner sonstigen Angewohnheiten, etwas über mein Verhältnis zum Bloggen zu schreiben.

Ich habe mittlerweile viel über mein unmittelbares Umfeld und mein reales Erleben geschrieben, so viel, dass es Leute gibt, die glauben zu wissen was für ein Mensch ich sei. Die Geschichte, die ich im letzten Eintrag erwähnt habe, ist ein gutes Beispiel dafür: Eine mir wildfremde Person sucht nach mir in einer Suchmaschine, erforscht, was ich für ein Mensch sei und was ich die letzten Monate so gemacht habe. Normalerweise ist mir weitestgehend egal, was die Menschen von mir denken, so eigentlich auch in diesem Fall. Ich bin als Kind genug gehänselt worden um Spott zu ertragen und mich davon nicht irritieren zu lassen. Viel interessanter ist aber, dass er dies in Verbindung mit einer dritten Person tat, an der sein eigentliches Interesse lag. Diese dritte Person ist, zu recht oder zu unrecht, sauer darüber, dass sie, obwohl sie namentlich nie erwähnt wurde, letztendlich hier etwas über sich findet, worüber sie keinerlei Kontrolle ausüben kann.

Und überhaupt: Einige Leute haben mir gesagt, ich sei hier sehr, vielleicht sogar zu, persönlich. Ich habe keinen grösseren Plan mit diesem Weblog im Sinn gehabt, sondern nur die krude Idee, meine Verwirrung über die inneren und äusseren Zustände zu artikulieren und darüber nicht den Spass zu verlieren. Aber jetzt habe ich ihn verloren, zumindest hier. Irgendwie ist etwas in mir zerbrochen und mein Verhältnis zu diesem Weblog ist schwerst gestört. Ich werde hier einfach nicht mehr weiter schreiben können wie bisher.

Grundsätzlich habe ich gemerkt, dass mir Schreiben an sich grossen Spass macht. Nicht, dass ich besonders viel Output oder uberl33t3 Themen am Start habe. Aber meine Erlebnisdichte war schon immer hoch und ich bin ein Mensch, der leicht verzückt ist über Dinge, die manch Anderer viel banaler sieht. Manches davon erscheint mir selbst hinterher wie ein Sturm im Wasserglas, aber ich sehe auch, dass diese Auseinandersetzung und Artikulation wichtig für mich ist für das Verstehen der Welt in der ich lebe - teilweise so wichtig, dass ich Mühe habe mir ins Gedächtnis zu rufen wie das vorher war.

Als ich hier anfing habe ich öfter über Technik geschrieben, teilweise auch in englisch. Mittlerweile ist das hier, wenn ich mir das so angucke, ziemlich zu einem Webtagebuch verkommen. Ich glaube der Hauptgrund liegt u.a. darin, dass ich zu oft in letzter Zeit von Leuten auf dieses Weblog angesprochen wurde, die ich gut kenne aber selten sehe und die meinten, dass sie gut fänden zu lesen was ich so treibe und wie es mir geht, aber sie finden das auch krass und würden das selbst nie machen. Ein echtes Dilemma für mich. Was aber ist mit den vielen anderen Lesern, die dieses Weblog mal in ihre Feedreader gepackt haben oder, per Zufall oder nicht, darauf stossen? Will ich all denen weiter mein Leben und das meines Umfeldes unter die Nase reiben? Muss ich in Zukunft fürchten, dass mein Weblog mir wieder auf die Füsse fällt?

Mittlerweile habe ich mir einige Weblogs irgendwo geklickt, habe auch mal hier mal da über das, was mir in den Sinn kommt, geschrieben und war froh, dass ich mich da austoben konnte ohne gleich wieder als “ich” erkannt zu werden. Ich bekomme dort auch manchmal Feedback, sogar von Leuten, die ich kenne aber nicht wissen, dass ich mich dahinter verberge, was ich ziemlich amüsant finde. Aber es ist was anderes als dieses Weblog, vor allem weil es eben so vollkommen entkoppelt ist, mit allen guten und schlechten Seiten. Ich brauche also einen Ort, an dem ich mich ähnlich zuhause fühle, aber keine so seltsame Bürde darstellt.

Ich werde hier jedenfalls erst einmal aufhören. Ob es in diesem Weblog irgendwann weiter geht weiss ich nicht zu sagen. Ab spätestens Januar will ich wieder einen festen Job haben - und werde den auch bekommen. Ich bin mir klar, dass ich dafür aus Dresden weggehen muss und habe mich mittlerweile nicht nur mit diesem Fakt abgefunden, ich sehe dem mit Spannung entgegen. Das letzte Jahr hat mich um vieles bereichert, aber so wird es nicht weiter gehen, ich will es einfach nicht mehr. Ich habe angefangen, mich endlich mal ernsthaft um Jobs zu bemühen, denn ich habe grosse Lust darauf, wieder für Geld zu arbeiten anstatt an vielen Dingen auf die eine oder andere Weise beteiligt zu sein und dabei immer am Rande des Kollaps zu stehen. Auch wenn das einige nicht verstehen wollen oder können: Ich habe die Zeit einfach gebraucht um Dinge zu probieren und mit einigen Sachen zu scheitern.

Die Bl0rgs haben mir dankenswerter Weise ein Plätzchen zur Verfügung gestellt, an dem ich mich in guter Umgebung weiter auslassen kann und nicht vom Gutdünken eines Bloghosters abhängig bin, die, soweit ich das in den letzten Wochen mitbekommen habe, zum Teil ernste sicherheitsrelevante Probleme mit ihren Systemen haben (dazu werde ich mal was ausführlicheres schreiben wenn ich die Zeit und Lust finde). Da ich ohnehin viele Details meines Lebens grundlegend zu ändern gedenke ist das ein guter Schritt, um diesen Wechsel zu illustrieren.

In dem Sinne: Sinister Dexter has a broken spirometer

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foot pr0n

Pungenday, 44th Bureaucracy, 3171.

Fuss Draufsicht

Fuss rechts verdreht

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Operation gelungen, Patient wohl auf

Boomtime, 43rd Bureaucracy, 3171.

Die Operation am Freitag war zwar anstrengend, aber letztendlich nicht so schlimm wie ich erwartet hätte. Ich merke nicht mal irgendwas von dem Piekser im Rücken. Wirklich bemerkenswert war allerdings das Gefühl der Taubheit des Unterleibs. Absolut scary. Spätestens als ich dann meinen PC-Muskel wieder unter Kontrolle hatte war ich wirklich heilfroh. Jedenfalls werde ich, sobald der Fuss wieder wie ein Fuss und nicht wie ein Luftballon aussieht, für weitere sechs Wochen einen Gips haben :-\

Seit Freitag abend liege ich praktisch nur im Bett, schlafe fast die ganze Zeit, träume wilden Kram (heute z.B. dass ich mich in einem überfluteten Chicago aufhalte und einen auf Fluttouristen mache) und fühle mich eigentlich sehr gut - von der totalen Müdigkeit einmal abgesehen. Ich habe zwar meinen Termin zur Nachuntersuchung verschlafen und nicht mal die diversen Wecker gehört, die mich sonst _immer_ zu wecken in der Lage sind. Immerhin war ich aber gestern meine staatbürgerlichen Pflichten erfüllen. Über den Ausgang der Wahl freue ich mich, weil es eben mal kein Wie-immer-Ergebnis ist. Wobei ich fast vermute, dass unseren Politikern nichts anderes als der unkreativste und vor allem aus Bürgerrechtssicht alptraumhafteste Weg einfallen wird, nämlich der der Grossen Koalition. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass der Ausgang dieser Wahl als Chance begriffen wird.

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KHFD

Boomtime, 38th Bureaucracy, 3171.

Heute war ich im Krankenhaus Friedrichstadt, um alles für die Operation am Freitag abzusprechen. Am grossen Zeh ist das zweite Glied parallel zum Knochen gebrochen, und der Bruch geht über beide Gelenke. Es ist deswegen nötig, eine Titanplatte anzunageln, damit das wieder richtig verheilt. Das ganze Operation wird ambulant gemacht, dazu werde ich spinalanästhesiert, der Eingriff wird etwa eine Stunde dauern. Nach 8-10 Stunden kann ich dann wieder nach Hause.

Überhaupt Krankenhäuser: Insbesondere in der chirurgischen Abteilung kann man eine Menge Zeitgenossen mit seltsamen Geschichten treffen. Ich hatte beispielsweise heute das Vergnügen jemanden kennenzulernen, der sich vor Jahren die Hand abgeflext hat und die ihm wieder angenäht wurde. Die Hand tut den Umständen entsprechend sogar ziemlich gut. Zuerst fand ich das ganz Erstaunlich. Dann wurde mir erklärt, dass die Handchirurgie bezeichnete Technik sich aus der Kriegschirugie entwickelt hat. Das macht in gewisser Weise Sinn, auch wenn es krass klingt.

Jedenfalls muss ich zugeben, dass ich etwas Bammel habe. Die Vorstellung, dass mir was ins Rückenmark gespritzt wird, ist schon gruselig, obwohl ich mir habe sagen lassen, dass es im Kern viel ungefährlicher sei als eine Vollnarkose.

Also Augen zu und durch …

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Home sweet home

Pungenday, 29th Bureaucracy, 3171.

Nachdem ich Donnerstag etwas geschlaucht in Dresden aufgeschlagen bin, begann am Freitag eine praktisch 4 Tage dauernde Veranstaltung, zu der Martin Röll eingeladen hatte. Die Idee war weniger ein Bloggertreffen in dem Sinne als wohl vielmehr die Frage, wer denn überhaupt so einer Einladung nachgehen würden und was entstehen würde. Es waren letztendlich etwa 25 sehr unterschiedliche Leute der Einladung gefolgt, und ich muss sagen, es war wesentlich interessanter als ich erwartet hätte. Ich war davor etwas unsicher, wie ich nach den Wochen in Köln auf einen so vollkommen anderen Mindset reagieren würde. Ich will im Moment gar nicht auf Details eingehen, man möge mir das bitte verzeihen. Nur soviel: Dank an Martin, das Ganze war eine wirklich gelungene Veranstaltung und Dank an die anderen Teilnehmer für die interessanten Diskussionen und Anregungen sowie den Spass und die Ernsthaftigkeit, die dabei waren.

Ich bin jedenfalls froh wieder richtig daheim zu sein und werde die nächsten Tage all die Dinge klären, die die letzten Wochen liegen bleiben mussten. Grade geniesse ich es sehr, in meinem Wohnzimmer mit den Dudes abzuhängen, mir Brainfuck mit Vera F. Birkenbihl zu geben und mir die lokalen Updates zu holen.

Das persönlich Wichtigste ist vielleicht die Nachricht, dass die Fabrik auf unserem Hof auf mit Öl verseuchtem Boden zu stehen scheint und deswegen ein Kauf unsererseits praktisch auszuschliessen ist. Wenn das Haus wirklich zwangsversteigert wird und sich ein Bieter findet, müssen wir sicher früher oder später hier raus. Ich kann leider so gar nicht einschätzen, wie akut das nun wirklich ist, aber ich gehe jetzt mal davon aus, dass wir noch eine Weile Zeit haben.

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WTH, Leipzig und andere Entscheidungen

Prickle-Prickle, 53rd Confusion, 3171.

Ich habe heute endgültig beschlossen, dass ich nicht auf die WTH fahren werde, weil ich mir das momentan weder finanziell noch nervlich leisten kann und mir ehrlich gesagt grade nicht so recht der Sinn nach Megaevents mit mehreren tausend Leuten steht. Ich geniesse es sehr, mein eigenes Leben wieder zu haben und nach meiner persönlichen Beinahe-Katastrophe meine Kraft wieder auf eigene Ziele richten zu können, auch wenn die nächsten beiden Monate noch einmal richtig heavy werden. Jedenfalls werde ich meine Aktivitäten auf Leipzig ausweiten und suche dort nun auch Arbeit und Wohnmöglichkeit. Bisher hatte ich Leipzig gegenüber eine ganze Reihe von Vorurteilen und war dort vor allem eher wegen den Parties von blackred. Da aber sowohl mein Mitbewohner in Dresden ein Atelier in der Spinnerei hat und auch andere Leute im Haus eigentlich ständig pendeln macht das sehr grossen Sinn für mich. Wenn ich jetzt grade darüber nachdenke habe ich mich sogar etwas in die Stadt verguckt, was sicher an Doses Geburtstag auf der Scharnhost lag, wo ich auf dem grasbewachsenem Dach rumlungerte und den Leuten in die Fenster geguckt habe und dem Aufenthalt in Julius’ Wohnung im 15. Stock im Musikerviertel. Dort hat man einen phantastischen Überblick über die Stadt, und der Gedanke daran, sich diese Stadt zu erobern machte mir auf eine Art und Weise Mut und Kraft, die ich so schon lange nicht mehr hatte. Ich habe ausserdem in den letzten 3 Wochen in L.E. mehr Geld verdient als im ganzen letzten Jahr in Dresden, was ich irgendwie sehr seltsam finde, zumal jetzt, nach dieser Entscheidung, auch in Dresden mit einem Mal wieder wesentlich mehr geht.

Meine Pläne was Berlin angehen haben leider so gar nicht gut funktioniert, und ich frage mich eigentlich schon, wieso das eigentlich nicht geklappt hat. Aber letztendlich geht das Leben eben wohl die komischsten Wege, und ich freue ich immer wieder, was für Möglichkeiten sichtbar werden, wenn man nur mit offenen Augen durch die Welt geht.

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The Usual Punk

Prickle-Prickle, 8th Confusion, 3171.

For all the people who are wondering why I was mainly offline the last days: I’ve been quite busy, but I don’t want to bore with all the glory details. Unfortunatelly I need to stay in Dresden at least to Tuesday to get some problems solved. I also had quite a lot of confusing and funny situations. I recognized one of the strangest misunderstanding of how computer technology works. I found a love letter from a wrong person to a wrong person in my room. I had a lot of fun with the guys from Imatran Voima who are still in Dresden. I’ve been to Czech Republic after like 5 years or so and I was surprised how things have changed. I saw Sam Mefire the other day (remember: the first “coloured policeman” in Saxony). Finally Falk got Augustiner at “Altes Wettbüro”, my new favorite bar and we started a bet how long Merkel will survive after the election. We have a band in our house now and we came a bit closer to implement the project “HechtNET”. Marcel became the booker of Distillery, hurray. I’m very sad that I’ll miss the record release of Audiokraut and a couple of other events here next weekend, but I’ll need to give all to People’s Front of Judea.

Since Tim has no punk history, I started to think on a selection of “The 10 most important punk songs”, and I must admit it’s more difficult than I expected. For me personally it depends on how much I drink, so I am at more than 20 tracks now. Feel free to post suggestions in the comments what you think about what’s important for him to know.

Sunday I’ll hopefully meet my sweetheart again and I’m totally freakin’ out. So as I said in one of my previous posts: I’m feeling home being in Dresden.

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