The Turkey Curse
fukamis terror chatroom

The Guggenheim Collection

Prickle-Prickle, 62nd The Aftermath, 3172.
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_”Schweigen ist so präzise.”_ ([Mark Rothko][1], 1903 – 1970)

[1]: http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Rothko

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Das menschliche Auge und ein Fisch, letzterer versteinert

Pungenday, 23rd Chaos, 3172.
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Baargeld: Das menschliche Auge und ein Fisch, letzterer versteinert

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I Go Chop Your Dollars

Boomtime, 20th The Aftermath, 3171.

Jeder hat sicher schon mal eine dieser lustigen Spammails bekommen, in denen ein Nachkomme Abachas einen Anteil von mehreren Millionen US-Dollar für die Unterstützung bei einem Geldtransfer angeboten hat. Ich staune ja immer wieder, dass es tatsächlich noch Leute gibt, die mich nach dem Erhalt einer solchen Mail fragen, ob da nicht doch was dran sein könnte.

Heute bin ich über eine lustige Sache gestossen. Mir war unklar, dass in der nigerianischen Popkultur eine grosse Bewunderung für Leute existiert, die so genannte Maghas (Yoruba-Slang für Narren) abziehen. Ein Beispiel dafür ist das Stück I Go Chop Your Dollar des in Nigeria populären Schauspielers und Sängers Nkem Owoh (auch Osuofia genannt). Hier ein Ausschnitt aus dem Refrain:

419 is just a game, you are the losers, we are the winners.
White people are greedy, I can say they are greedy.
White men, I will eat your dollars, will take your money and disappear.
419 is just a game, we are the masters, you are the losers.

Bei den Bl0rgs gibt es ja ein paar schöne Spam Haikus, aber eigentlich müsste man da noch mehr machen, denn ich finde, dass Spam eine vollkommen unterschätze Kunstform darstellt und bei weitem nicht ausgereizt ist. Zu dem erwähnten Stück von Osuofia gibt es übrigens ein Video (16,9 MB im QuickTime-Format).

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start from scratch | get into scrapes

Boomtime, 38th Bureaucracy, 3171.
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Ein Versuch sich von vorn über die Schulter gucken zu lassen.

So nennt sich die Ausstellung, die morgen, Donnerstag, dem 15. September um 19 Uhr im Pförtnerhaus am Neustädter Markt 4 (Nähe Kunsthaus Rähnitzgasse und Goldener Reiter) eröffnet wird und bis 29. September andauert. Dies ist die erste Ausstellung der frischgebackenen Meisterschülerin Fee Vogler nach ihrem ausgezeichneten Diplom. Dabei kratzt sich Fee während der 2 Wochen aus dem schwarz lackierten Pförtnerhaus, d.h., man kann während der ganzen Zeit zuschauen.

Ich werde wohl leider nicht zur Vernissage gehen können, aber ich werde mir das auf jeden Fall in der nächsten Woche ansehen.

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whatisthepirateria

Prickle-Prickle, 35th Bureaucracy, 3171.
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Den August über habe ich mich eine Weile in Köln aufgehalten, um mich an der Pirateria zu beteiligen. Einigen Leuten ist wahrscheinlich bis zum Schluss etwas unklar gewesen was es ist, und meine Meinung zu der Sache ist natürlich vollkommen subjektiv und sagt nichts darüber aus, was die Pirateria _wirklich_ ist oder war. Manuel hat übrigens seine sehr lesenswerte Version schon in seinem Blog veröffentlicht.

Ich will versuchen anhand verschiedener Aspekte zu beschreiben, was es mir persönlich bedeutet.

__Ausgangsposition__

In Städten wie Köln ist, wie fast überall im Westen, der Raum für freie Kultur eher spärlich. Es gibt eine ganze Reihe instutionalisierter Kultur, die sich vor allem an speziellen Orten manifestiert: Opern- und Konzerthäuser, Museen, Galerien, Theater, Clubs, Kinos, teilweise staatlich gefördert, teilweise privatwirtschaftlich geführt, aber in den allermeisten Fällen wird dort eine “Kultur des Zuschauens” zelebriert. Die Mitarbeit des Gastes und Betrachters beschränkt sich meist auf den Konsum der ihm dargebrachten Werke, in manchen wenigen Fällen darf er Mitmoschen und -grölen und für diesses kulturelle Vergnügen einen Betrag X abdrücken. Die dargebrachten Werke sind, je nach Kunstform und Art des Ortes, mehr oder weniger hart am Markt - die privatwirtschftlichen wahrscheinlich etwas mehr und als die geförderten. Dabei dienen jene Teile der “Hochkultur” wie z.B. die Oper fast als reine Gralshüter einer bestimmten Form von Kultur. Um Mitspielen zu können bedarf es also der richtigen Dosis Vitamin B, eines Wissens um die Spielregeln und das des jeweiligen Marktes. In den Stätten der künstlerischen Ausbildung steht mehr und mehr die Ausformung des Künstlers als funktionierendes Wesen innerhalb dieser Strukturen im Mittelpunkt, als die Schaffung von Visionen gefördert.

Daneben gibt es eine gelebte Kultur, und grade in Köln gibt es, vielleicht sogar mehr als vielen anderen Ort, eine gewissse Kultur des Alltags, dem man sich nur schwer bis gar nicht entziehen kann - das kann bei Kölsch am Büdchen anfangen und bei der Nubbelverbrennung aufhören - einer Kultur also, die das Miteinander prägt und dem einen oder anderen Aspekt des Vergessens, des Gemeinschaftsgefühls, der Überwindung von Unsicherheit, der Erfüllung von Sehnsüchten oder des Abbaus von Aggression und individueller Schuld dient und als jeweils kulturell akzeptiert gilt. Sonstige Äusserungen individueller Art sind also nur in kulturell eng umgrenzten Rahmen möglich, und wird dieser Pfad verlassen drohen teilweise empfindliche Strafen. Ausnahmen finden sich nur noch in irgendwie gut organisierten und teilweise kommerziellen Umfeldern: “Schmerz for fun and profit” in Dominastudios, Malen-nach-Zahlen, Karaoke, Tätowieren lassen, Bungee-Jumping oder Hacker-Conventions, das sind alles Dinge, die für Leute bestimmten Interesses wegen relevant sind und genutzt werden, um gewisse Grenzerfahrungen zu machen oder sogar Grenzen zu überschreiten, ohne dass, wie sonst normalerweise im Alltag, Strafe oder Ächtung droht.

Ausgehend von oben erwähnten Zuständen kommt die Frage auf, wie innerhalb eines solchen Systems reale kulturelle Entwicklung vonstatten geht, die nicht sofort und per se illegal ist oder durch manipulative Eingriffe erzeugt wurde. Wenn man es genau nimmt bleiben leztendlich tatsächlich nur guerilla-artige Aspekte übrig, von Graffiti über die Umwidmung von Werbefläche, Besetzung leerstehenden Raums, Veranstalten illegaler Konzerte und Parties bis zu subtileren Spässen wie Fahrräder hacken oder das Einbringen von Gedichten in Frühstücksflockenpackungen.

In unserer Gesellschaft ist alles irgendwie stark reglementiert, und wer schon mal versucht hat, einen legalen Ort mit Publikumsverkehr zu entwicklen wird sofort in nervöse Zuckungen verfallen. Diese Regeln begrenzen von vorn herein die möglichen Wege, die so ein Ort nehmen kann und natürlich ganz entscheidend, was in diesem Raum entstehen kann. Anders bei Konstruktionen in Orten, die nur einen Augenblick lang existieren und keinen expliziten Plan verfolgen - in gewisser Weise einfach nur _da_ sind. Dort können Ausdrücke geformt werden, die sonst keine Entwicklungsmöglichkeit hätten und Fehler gemacht werden, die man sich sonst nicht leisten kann.

__Pirateria__

Als Ort für Pirateria diente für 2 Monate eine alte, ziemlich runtergekommene Schiffsschraubenfabrik im Kölner Stadtteil Ehrenfeld, in Sichtweite zum Leuchtturm von Helios, einer Fabrik, die früher Leuchtturmlampen hergestellt hat und diesen Turm als eine Art Werbegag hat bauen lassen. Die Halle stand mehr oder weniger 15 Jahre leer. Während der Zeit haben sich Altstoffhändler an der Halle zu schaffen gemacht und z.B. die Zinkdachrinnen abmontiert und verkauft, was der allgemeinen Baussubstanz sehr geschadet hat. Ausserdem waren dort immer mal Sprayer am Werk und einige Spassvögel haben sich eine Gaudi daraus gemacht, die Halle systematisch zu entglasen.

Der Besitzer der Halle hat in kindlichen Vergnügen nicht viel mehr gemacht als mal mit einem Bagger Schutt von einer Ecke in die andere zu räumen und einen kleinen Teil der Halle im ersten Stock an einen überaus netten und hilfsbereiten 50jährigen Kasachen vermietet, der sich dort über die letzten sieben, acht Jahre eine recht ansehnliche Werkstatt hergerichtet hat. Ansonsten war dort eigentlich nichts weiter los. Auf dem Gelände selbst sind noch zwei andere Hallen. Die Eine wird genutzt als Kletterhalle, die Andere ist wohl privat vemietet.

Die eine Stirnfront der Halle ist verglast, die andere Stirnfront offen. Eigentlich ist die mit einem nicht mehr funktionstüchtigen Mechanismus ausgestattet, mit dem sie verschliessbar ist. Das Ganze macht, oberflächlich betrachtet fast den Eindruck eines Hangars. Wenn man sich aber die ursprüngliche Aufgabe des ganzen Gewahr wird, ist klar, dass diese Öffnung schlicht dem Abtransport der Schiffsschrauben diente. Diese wurden wahrscheinlich an dem riesigen Haken, der an einem beweglichen Kran gefestigt war, durch die Halle bugsiert und von dort aus in die Vulkanhalle einen Steinwurf entfernt verbracht.

Ansonsten besteht der Bau aus viel Beton, die Aussenwände sind teilweise aus rotem Klinker und der Innenraum hat den klassischen Aufbau einer Kathedrale, mit Seitenschiffen, zwei Geschosse, jeweils etwa fünf Meter hoch, während das Gebäude im Ganzen schätzungsweise etwa 15 Meter hoch ist. Insgesamt hat der Bau jedenfalls etwas sehr sakrales.

Zu Beginn wurden die Meisten der wirklich gefährlichen Stellen modifiziert: Aus dem Boden ragende Metallteile wurden abgeflext, Löcher auf dem Boden verdeckt, bei grösseren Einlassungen Geländer gebaut oder, falls die Löcher nicht zu tief waren,als Bühne oder Ausstellungsbereich genutzt. Trotzdem gab es immer mal wieder kleinere und grössere Unfälle.

Dieser Ort diente in der Folgezeit einer Menge Leute als Raum für eigenes Schaffen, Kommunikation aber auch Begegnung mit den eigenen Geistern, und schon die Prozedur am Eingang war etwas anderes als man es gewohnt ist: Man musste unterschreiben, dass man bewusst an einen unfallträchtigen Ort kommt, und die Leute wurden belehrt, dass man an diesem aufpassen muss wo man hintritt. Drinnen erwartete die Leute eine Mischung aus Ausstellung, Theater, Tanz, Musik - eine Menge Improvisation und Überraschungen. Es konnte schon Mal passieren, dass man angeschrien wurde und unsanft von einem Teil des Raums in den anderen getrieben wurde oder dass mit einem Mal mitten aus dem Publikum einige zu tanzen anfingen. Vieles fand, bis auf Ausnahme einiger Film-, Tanz- und Theatersachen, entweder gar nicht geprobt oder nur grob vorbereitet. Ein paar der Dinge entwickelten sich erstaunlich, andere wiederum hielten überlebten keine 3 Tage - u.a. durch äussere Umstände wie Sabine, die viel materielles an diesem Ort zerstörte und fast liebevoll als “Additional Artist” in die Annalen eingegangen ist.

Überhaupt war interessant zu beobachten, wie Strukturen entstanden und Konflikte gelöst wurden. Solche Umstände sind ein Füllhorn möglicher Überprüfung eigener Theorien zu Menschen und menschlichem Miteinander. Das gilt sowohl für rein kommunikative wie auch künstlerische, schaffende Aspekte. Die Allermeisten der Beteiligten sind irgendwann mal, entweder einer persönlichen Einladung folgend oder als Besucher einer der Veranstaltungen, dazu gestossen und wollten einfach mit tun - mit einer daraus resultierenden überaus interessanten Vermischung von Ansprüchen, Weltsichten und allgemeinem und speziellem Kunstverständnis. Was entstanden ist kann man also auf zwei Ebenen betrachten: Auf der Ebene des Ortes, an dem etwas zelebriert, insziniert, manifestiert und reflektiert wird und andererseits als Ort fast beliebiger sozialer Konstruktion.

__Die Idee__

Kulturelle Entwicklung braucht freie Räume. Grade in der Kunst existiert eine konkrete Möglichkeit, abstrakte Konzepte abzubilden und Modelle zu konstruieren, die mehr sein können als blosse kreative, soziale oder intellektuelle Sandkastenspiele.

Eigentlich leben wir in einer guten Zeit, die eine Menge ermöglichen könnte: Es gibt Maschinen, die uns die Arbeit abnehmen, wir können uns aus einer Fülle an Geschichte und Geschichten satt essen und gucken was mit uns passiert, wir hätten eigentlich die Möglichkeit, unser Miteinander und unsere Themen immer wieder zu hinterfragen und explizit weiter zu entwickeln. Stattdessen werden wir Dienstleister für unsinnige Tätigkeiten, lernen, dass man sich zuviel nehmen muss, weil man sonst gar nichts bekommt, dass Geiz etwas Tolles ist, Romantik etwas für Hängengeblieben und Verlierer, Politik und Kunstinteresse was für Leute mit zuviel Zeit, dass wir, um dieselbe Sprache zu sprechen, die selben Zeitungen, Sendungen, Webseiten oder Werbespots gesehen haben müssen.

Ich möchte fast davon sprechen, dass Kunst für eine nicht kleine Anzahl von Menschen in meiner Umgebung beinahe die Funktion einer Religion erfüllt, nur das ihre Verweise und Anregungen nicht so unflexibel sind wie herkömmlicher Religionen bzw. deren gelebte Ausprägung, sprich Kirche, Fussball oder Fernsehen. Es gilt, Räume zu öffnen, die Leute dazu zu bewegen, sich mit ihren Ängsten auseinander zu setzen, sie Fehler machen zu lassen, sie in ihrem kreativen Tun zu unterstützen, ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Grenzen zu erkennen und mit diesen Grenzen umzugehen - letztendlich Kunst zu leben und diese nicht als abgehobene Metaebene zu verstehen und wahrzunehmen.

Freier Raum heisst: Raum, in dem bestimmte Regeln ausser Kraft gesetzt sind oder zumindest temporär anders definiert. Dazu muss klar sein, dass Vorschriften für Hygiene und Sicherheit laxer gehandhabt werden können, dass die Nachbarschaft, zumindest diese begrenzte Zeit, mit Lautstärke leben muss und die Leute, erwachsene Menschen, entscheiden können, ob sie sich an diesem Ort aufhalten und tun wollen oder nicht und ihnen diese Möglichkeit nicht von vorn herein genommen wird. Ich bin ziemlich fest der Meinung, dass der fehlende, natürliche Reizes der individuellen Instinktbarriere viele Menschen viel unglücklicher, hilfloser und aggressiver macht als nötig.

__Meine persönlichen Lehren__

Ich habe für mich persönlich die Wirkung unterschätzt, die die Angst auf meine individuelle Wahrnehmung dieses Ortes hatte. Erst hatte ich Angst, dass ich mir wehtue, später war die Angst um die Anderen, also vor allem um die, die diesen Ort nicht gut kannten, wesentlich grösser. War ein wirklich seltsames Gefühl manchmal.

Es hat sich mir wieder mal deutlich gezeigt, dass Reden wichtig ist, vielleicht manchmal wichtiger als alles andere. Manchmal hängt es allerdings auch von genau dem richtigen Zeitpunkt ab, damit ein Gespräch eine sinnvolle Wirkung zeigt. Aber ich habe auch gelernt, dass es manchmal nicht ausreicht, Verständnis für alle Seiten zu haben, um schmerzfreie Entscheidungen zu treffen. Notfalls gilt wie eigentlich fast immer: Wer macht hat recht.

Für mich war es eine gute Erfahrung, ein bisschen Theater spielen zu können, etwas, dem ich bisher eigentlich eher aus dem Weg gegangen bin. Ich werde das nicht besonders kultivieren denke ich mal, aber ich bin jetzt eher bereit, mich auf diese Art des Spiels einzulassen wenn möglich und nötig.

Wenn Leute wirklich etwas wollen und den Mut und die Möglichkeit haben, genau das zu tun, können ganz wunderbare Dinge dabei entstehen.

Mir ist klar geworden, dass es natürlich sehr viel leichter ist, das Ganze hochprofessionell aufzuziehen, mit Gewerbeschein und allem Pipapo, aber es ist eben kein Gewerbe und kein Geschäft, es ist etwas vollkommen anderes, etwas, dass eigentlich gar nicht in irgendeine der hochentwickelten Schubladen passt, sondern nur dahin fabuliert wird, um mit den Zeitgenossen teilweise überhaupt eine gemeinsame Sprache zu finden. Aber schon diese Annährung hat in ihren Ausprägungen eine Grenze, und zwar spätestens dann, wenn man soweit geht und einfach eine Mikronation ausruft.

Es geht um was es geht. Immer, ohne Ausnahme.

__Was noch?__

Am Ende steht natürlich die Frage, was in den 2 Monaten _wirklich_ entstanden ist. Bei aller Unschärfe kann man schon sagen, dass sich da eine Gruppe entwickelt hat, so dass letztendlich der Name des Ortes und der der Beteiligten miteinander verschmolz. Ob es eine wirklich feste Gruppe ist wage ich eigentlich im Kern zu bezweifeln, aber zumindest gehen wohl die Meisten aus dieser Zeit mit gestärktem Selbstbewusstsein und einem gewissen Drang, die eben gewonnene spirituelle Freiheit nicht so schnell wieder aufzugeben.

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Der begabte Rezipient

Pungenday, 67th Confusion, 3171.
Art fukami 83586 18 Comments | Trackback URI

Wenn man nicht aus dem Bildungsbürgertum kommt sondern eher bildungsfernen Schichten oder Technokratenfamilien entstammt ist der Weg zu einer möglichen Auseinandersetzung mit Kunst ein in der Regel langer und schwieriger. In unserem Bildungssystem spielen die Künste eine eher untergeordnete Rolle, so untergeordnet, dass viele Menschen mit Bildern oder Musik nichts wirklich anfangen können und wollen, weil sie nach den paar Wochenstunden in der Schule auch nie wieder Lust darauf bekommen haben sich ernsthaft daran zu versuchen. So wird dann auch mal Kunst schnell mit Schönheit und Dekoration verwechselt, was mich, wenn ich sowas erlebe, ziemlich verstört. Zudem ist es selbst wenn man sich auseinander setzen will manchmal schwer die Grenze zwischen Kunst, Kunsthandwerk, Handwerk und Kunstschaffen zu ziehen, grade und vor allem in Zeiten moderner Kunst, wo, wie es so schön heisst, die Hilfmittel vollkommen sind, die Ziele aber verworren.

Kunst steht nicht für sich, vollkommen losgelöst von der Welt. Dem Betrachter kommt eine genauso wichtige Rolle zu wie dem Künstler selbst – er ist zu einer kreativen gedanklichen Mitarbeit und zum Dialog aufgefordert, sonst geht gar nichts. Ohne den Betrachter kann Kunst also praktisch nicht existieren. Wir haben demnach erst einmal 3 Faktoren, die der näheren Betrachtung wert sind: Den Künstler, sein Werk und dessen Betrachter.

Künstler sind im Allgemeinen wahrscheinlich viel weniger durchgeknallte und exzentrische Menschen als man gemeinhin glaubt. Neo Rauch lebt z.B. in geordneten Verhältnissen, geht schichten ins Atelier, malt dort seine Bilder und geht wieder nach Hause zu Frau und Kindern. Die meisten Künstler die ich kenne sind sehr gute Handwerker, haben gutes räumliches Verständnis, können hervorragend planen und sind ausserordentlich geduldig. Ich persönlich denke, dass es erst einmal die Motivation braucht Kunst zu schaffen, die einen Künstler zum Künstler macht, und dieses Ziel selbst dann im Auge zu behalten, wenn sich Erfolg einstellt. Es ist das Beschäftigen mit allen Ausprägungen von Materie und deren Geist, und der Unruhe, niemals damit fertig zu werden.

Um als Betrachter mit Kunst etwas anfangen zu können bedarf es einer Reihe von Begabungen, die ein Künstler ebenso haben muss, und ohne diese Begabungen wird es keinerlei oder nur wenig Erkenntnisgewinn geben: Die Fähigkeit, Mehrdeutigkeiten, Unklarheiten, Widersprüche, Irritationen, Unsicherheiten, Fehler und Irrationalität zuzulassen und auszuhalten. In einer technokratisch geprägten und an Spiritualität armen Industriegesellschaft sind Lücken allerdings ausgesprochen rar, was die Gefahr mit sich bringt, dies als die einzige wahre Welt umzudeuten und diese Fähigkeiten als falsch zu betrachten. Wir müssen uns als Menschen eigentlich immer darauf einstellen, dass sich die Erde auftut und wir darin verschwinden. Worauf ich dabei hinaus will ist die Möglichkeit, die Kunst bietet, sich emotional auszuloten (natürlich nicht nur für den Fall größter Katastrophen), durch Assoziation die Einzelteile des eigenen Wesens besser zu erfühlen oder sich als Ganzes oder Teil des Ganzen wahrnehmen zu können. Technik per se ist eben nur Hilfsmittel, nicht das Wesen der Welt, und diese lässt sich nicht in jedem Fall durch das Drücken von Knöpfen zielstrebig in die eine oder andere Richtung manipulieren. Dies zu verinnerlichen ist ein sehr wichtiger, vielleicht sogar der wichtigste Schritt des Betrachters. Wichtig zu erwähnen, dass zulassen und aushalten einen weiteren wichtigen Faktor beinhalten: Die Zeit. Zeit, die sowohl für den Prozess vor und beim Entstehen des Werkes nötig ist als auch die für die Betrachtung.

Womit wir auch schon beim dritten Faktor sind, dem Werk. Ohne Kenntnisse der Zusammhänge oder einer übergeordneten Theorie ist der komplette Zugang zu einem Kunstwerk oft ungemein schwer, ja unter Umständen sogar unmöglich. Das kommt daher, dass die meisten Künstler eben nicht einfach eine Gabel an die Wand nageln weil sie grade Gabel und Nagel zur Hand haben, sondern weil ihren Werken eine Theorie oder eine Idee zugrunde liegt, an der sie sich abarbeiten. Sehr oft ist nicht das einzelne Werk die Kunst, sondern der Prozess zum Verständnis des Werkes. Dazu eine einfache Betrachtung von Karl Konrad Seufert zu seinen Kinderschuhen und zu Josef Beuys’ “Für Fußwaschung”, um das zu illustrieren:

Möglicherweise haben auch Sie schon erlebt, daß Eltern die ersten Schühchen ihrer Kinder aufbewahren. Sie hängen dann am Fahrerspiegel im Auto. Der Außenstehende nimmt es meist mit einem wissenden Schmunzeln zur Kenntnis, er sieht nur die Schuhe, ihre Form, die Farbe, das Material, vielleicht noch den Grad der Abnützung, er kennt den liebenswerten Brauch, mehr nicht. Für die Eltern bedeuten sie aber wesentlich mehr. Schließlich verbindet sich mit den Schuhen ein ganzer Lebensabschnitt, sowohl des Kindes wie der Eltern selbst. So gesehen sind die Schuhe Relikte, die Gedanken anregen, auf den Weg bringen, Erinnerungen wachrufen: Die ersten unsicheren Schritte, der Gartenweg, die Jahreszeit - Assoziationen reihen sich aneinander, zu einem Stück unwiederbringlich vergangenen Lebens. Zusammengenommen bedeutet dies, daß ein Dialog zwischen dem Objekt und dem Betrachter in Gang gekommen ist, der das eigentliche Produkt im Kopf des Rezipienten entstehen läßt.

Nicht viel anders verhält es sich mit der signierten Emailleschüssel von Beuys. Auch sie ist Relikt, übrig gebliebener Gegenstand einer vergangenen “Fluxus-Aktion”. Beuys, zu der Zeit Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie, wäscht Bekannten und Schülern die Füße. Er bezieht sich dabei sehr deutlich auf einen, uns aus dem Neuen Testament wohlbekannten Vorgang: Christus wäscht seinen Jüngern die Füße. Wir verstehen dieses Tun als Geste der Demut, der Herr übernimmt die Rolle des Sklaven. Gleichzeitig stellt es eine Form von Liebesdienst am einzelnen dar, anders als die anonyme Speisung oder das reichhaltige Bankett. Diese Geste aktualisiert, hebt sie in den Rang einer Kritik an gegenwärtigen Hierarchien. Selbst der gutwilligste Professor wäscht keinem seiner Studenten die Füße, es widerspräche der eigenen Würde und der seines Amtes.

Es ist ratsam, sich vor oder bei einem Ausstellungsbesuch etwas mit den Kontexten der einzelnen Kunstwerke und der Geschichte der Künstler zu beschäftigen, um in den vollen Genuss zu kommen. Ich halte nichts von Ausstellungsmarathons, in denen kaum Zeit für eine ordentliche Auseinandersetzung bleiben kann und habe kleinere Austellungen und Werkschauen sehr zu schätzen gelernt, wo man sich in aller Ruhe einlassen kann. Marcel Durchamp sagte einmal sehr treffend “Kunst ist das einzige, was Leuten übrig bleibt, die der Wissenschaft nicht das letzte Wort überlassen”. In der Möglichkeit Kunst betrachten zu können liegt ein denke ich sehr wichtiger Schlüssel für Erklärungsmuster der inneren und äusseren Welt.

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Diplomausstellungen 2005

Sweetmorn, 55th Confusion, 3171.

Wie jedes Jahr im Sommer finden auch dieses wieder an den Kunsthochschulen die Ausstellungen der Diplomanten statt. Diesmal habe ich zugegebenermassen nur sehr wenig gesehen, aber normalerweise fahre ich gerne in der Republik umher und will wissen, was an den Hochschulen so abgeht. Zumindest hatte aber ich letztes Wochenende das Vergnügen in der HGB Leipzig der öffentlichen Diplomverteidigung von Julius Popp beizuwohnen. Julius ist weit über die Kunstszene hinaus bekannt geworden, da er sich an der Schnittstelle zwischen Kunst, Technik und Philosophie bewegt. Ich finde seine anderen Sachen schon seit geraumer Zeit sehr bemerkenswert, und mir hat sein Diplom gut gefallen (er hatte u.a. ein paar überdimensionale, wie Eierbecher anmutende Holzskulpturen gebaut). Auf seiner Seite sphericalrobots bekommt man einen ganz netten Eindruck von einem Teil der Dinge mit denen er sich so auseinandersetzt.

An der HfBK Dresden werden nächstes Wochenende die Ausstellungen der Diplomanten eröffnet nachdem letzte Woche schon die Rundgänge auf dem Brühl und der Pfote stattfanden. Ich hatte gestern bereits von Fee, die heute ihre Verteidigung hatte, einen Katalog bekommen, und ich muss sagen, dass dieses Jahr die Qualität der Arbeiten ziemlich gut zu sein scheint. Ich werde wohl am Freitag abend dazu kommen mir alles mal IRL anzusehen. Da findet neben der Eröffnung noch in der Cafeteria der Hochschule eine Party statt, zu der TNT und Thousendnamesguy von Idealfun auflegen werden.

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Willkommen im Krieg der Zeichen

Prickle-Prickle, 53rd Confusion, 3171.

“Heute gehört ein Land dem, der die Kommunikation beherrscht.” (Jean Baudrillard, 1978)

Am 22.7. wird in der Berliner Galerie Neurotitan im Haus Schwarzenberg am Hackmarkt die Veranstaltung The ABC - Macht und Kommunikation. Zur Semiotik des Widerstandes. eröffnet. Zu der Veranstaltung werden eine ganze Reihe von interessanten Filmen, Vorträgen, Konzerten und Parties mit illusteren internationalen Gästen und Künstlern stattfinden. Am 30.7. wird dort z.B. auch der Internationale Stickeraward verliehen, für den ich grade anfangen habe mich am Satz den Buches dazu zu beteiligen. An diesem Tag werden u.a. Dose, Thousendnamesguy und Henne die Musik machen und somit ein feinster musikalischer Mix aus elektronischer Musik statt finden.

Leider gibt es kein Weblog dazu, sondern nur eine Flashseite. Ist zwar etwas schade, weil ich denke, dass man damit eine gute Chance vertut, aber der Veranstaltung an sich sollte das natürlich keinen Abbruch tun.

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Henrik Wergeland

Pungenday, 20th Discord, 3171.
Art fukami 60018 1 Comment | Trackback URI

Im Allgemeinen tue ich mich mit Gedichten ziemlich schwer. Nicht das ich kein Gefühl für Poesie habe, im Gegenteil, ich denke, dass ich sogar ein recht ausgeprägtes Gefühl dafür besitze. Aber ich mag seit frühester Kindheit nichts weniger als Malen nach Zahlen, egal ob es sich dabei um Bilder, Worte oder Musik handelt. Es ist schwer für mich zu beschreiben, wo da die Grenze liegt. Bei Gedichten jedenfalls ist es eindeutig, dass ich getroffen sein muss, was ich meistens eben nicht bin, weil eine Unmenge Gedichte höchstens “nett” sind, aber irgendwie nur an der Oberfläche kratzen oder Dinge zum Ausdruck bringen, die ich nicht mal zweitens finde.

Fee hat mir vor ein paar Tagen “Sujets” von Henrik Wergeland geliehen, in der auch die norwegischen Originaltexte abgedruckt sind (Wallstein Verlag 1995, ISBN 3-89244-101-9). Das Vorwort beginnt mit einem Gedicht, dass mich etwa so erstarren liess wie ein Katze, die man am Nacken packt:

Königsadler, angebunden,
beide Flügel längst gebrochen,
der seit zwei Jahrzenten schon,
seit man ihn halbtot gestochen,
tut den Dienst von Kettenhunden
fern bei Bauern, ohne Lohn,
kennt doch nicht
eines armen Dichters Jammer,
der, aus kleinem Volk geboren,
weltab menschenfern verloren
eine Sprache spricht,
die kein Mensch versteht, der nicht
aufwuchs in derselben Kammer.

Folge dem Ruf!

Wer war dieser Henrik Wergeland?

Henrik Arnold Wergeland war Norweger und starb 1845 kurz vor seinem achtunddreissigstem Geburtstag an Tuberkolose. Während Baudelaire seine ersten zaghafte Gedichte schrieb hatte der in Deutschland fast unbekannte Wergeland in Norwegen durch seine überaus moderne und kraftvolle Poesie, die Dinge sehr deutlich beim Namen nannte, schon so manchen heftigen Skandal ausgelöst. Er war ausgebildeter Pfarrer (wobei er nie als solcher Anstellung fand), der sich für die Rechte von Prostituierten und Gefängnisinsassen einsetze, ein glühender Nationalist und Vorkämpfer für ein freies Norwegen und eine freie Verfasssung, Revolutionär, Freigeist, Agitator, Gesellschaftskritiker und Aufwiegler war — und als “Judenfreund” galt. Zitat aus dem Vorwort von Erik Fosnes Hansen: “Folglich war er ohne Freunde”. Es lebte in Christiania (Oslo), war wohl zeitweise der verachteste Mann in der Stadt, Ziel ehrverletzenden öffentlichen Spotts durch die Presse und Opfer der Ironie literarischer Schöngeister und Bürger seiner Zeit.

Ein weiteres Zitat aus dem Vorwort ist aus einem Brief des dänischen Dichters Meir Aron Golschmidt an Wergeland (der diesen Brief aber nicht mehr lebend erhielt):

Wenn ich an sie denke, Wergeland, bin ich stolz, ein Mensch zu sein. Hier haben wir einen Mann, der dem Tod ins Auge blickt, der singt […], während sich der Tod ihm ins Herz bohrt. Hier sehen wir es mit eigenen Augen, daß es eine Unsterblichkeit gibt, daß Menschen von Gott eine menschliche Seele gegeben ist.

Henrik Wergeland starb einen langen Tod, und bis zum Morgen seines Todes diktierte er noch Gedichte. In der letzten Phase seines Lebens erhielt er sogar Post vom König und von Parlamentariern, es wurden Büsten, Portraits und Statuen von ihm gefertigt und als er zu Grabe getragen wurde nahm die ganze Stadt anteil. Heute gilt er in Norwegen als einer der wichtigsten Dichter, der wie kein Zweiter kulturelle und politische Identität stiftet.

Zum Abschluss noch ein längeres Gedicht von Henrik Wergeland mit dem Titel “Selbstbildnis”:

Ich schlechtgelaunt, Morgenblatt? Ich, der nur einen Sonnenstrahl brauche
um laut zu lachen vor Freude, die ich mir nicht erklären kann?

Wenn ich an einem grünen Blatt rieche, vergeß ich betäubt
Armut, Reichtum, Feinde und Freunde.

Wie meine Katze an meiner Wange entlangstreicht, das glättet die Herzwunden aus.
In die Augen meines Hundes versenk ich meine Sorgen wie in einen tiefen Brunnen.

Mein Efeu ist gewachsen. Zum Fenster hiaus hat er er auf seinen breiten Blättern
all die Erinnerung getragen, die zu bewahren mir nichts bedeutet.

Der erste Frühlingsregen wird auf die Blätter fallen und ein paar treulose Namen auswischen.
Sie werden hinabfallen mit den Tropfen und den Regenwürmern die Gänge vergiften.

Ich, der ich Entzückungen lese auf jeden der hundert Blätter der Zentifolie, der Fühlingsgabe -
ich sollte mir auf eine schlechte Zeitung hin eine Sekunde mit Ärger verderben?

Es wäre wie himmelblaue und rosarote Schmetterlinge totschlagen.
Vor solcher Sünde erzittert mein Herz im Innersten.

Es wäre wie meinen noch ergrauten Kopf mit Asche zu überschütten
und die Diamanten von glitzernden Sekunden wegzuwerfen, die die Zeit noch darüber aussät.

Nein, frisch, Ihr Journalisten! wetzt nur eure Fuchsklauen am Felsen.
Ihr reißt bloß Blumen los und ein wenig Moos für ein weiches Grab.

Wie der Stich des Insektes in der Muschel, so bringen Verletzungen nur Perlen hervor in meinem Herzen.
Die sollen einmal das Diadem meines Geistes schmücken.

Ich hassen? Wenn ein Vogel über meinem Kopf dahinfliegt, ist mein Haß gleich tausend Ellen weit fort.
Er schmilzt mit dem Schnee, er weicht mit den ersten Wogen vom Land und weit hinaus auf hoher See.

Doch warum sollten meine Adern nicht zürnen?
Beraubt nicht die Landschaft des brausenden Baches!
Verehrteste Weidenbüsche, erlaubt doch dem Bach zu schäumen, wenn er durch das Gestein geht.

Ich liebe nicht ewig blauen Himmel, wie ich dumme, glotzende Augen hasse.
Hab’ ich vielleicht keinen Himmel, nur weil er voll ist von treibenden Wolken, den Märchenländern der Sonne?

Und hätt’ ich selbst keinen, ist Gottes nicht groß und herrlich genug?
Jammre doch nicht unter Sternen, dein Leben sei ohne Lichtblick.
Mensch, sie glitzern doch, als wollten sie mit dir reden!

Wie glänzt heute abend die Venus! Gibt’s auch im Himmel Frühling?
Nun haben die Sterne den ganzen Winter geleuchtet; nun ruhen sie aus und freuen sich. Halleluja!
Welcher Reichtum für einen Sterblichen!
Meine Seele weidet sich an der Frühlingsfreude des Himmels und hat bald Anteil an jener der Erde.
Sie zittert heftiger als die Lenzgestirne, und sie wird bald aufblühen mit den Knospen.

Herrlicher Abendstern! Ich entblöße mein Haupt.
Wie ein Kristallbad geht dein Glanz drauf nieder.

Es ist Verwandschaft zwischen Seele und Sternen.
Im Sternenlicht tritt sie heraus vor dem Vorhang des Gesichts, und verschwunden sind seine Falten.

Die Strahlen überschütten meine Seele mit einer Ruhe wie aus Alabaster.
Sie steht in mir wie eine Büste. Starrt in ihre Züge!

Jetzt sind sie so wie ihr sie haben wollt. Starr in der Spott.
Meine Seele hat nichts mehr als das milde Lächeln des Leichnams. Was habt ihr noch Angst?

Zum Teufel! Die Brüste hat ein lachendes Herz unter ihrer Ruhe.
Weh euren matten Fingern, daß ihr davon nichts faßt!

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Indis Kreta

Pungenday, 33rd Chaos, 3171.
Music, Art fukami 55772 1 Comment | Trackback URI

Indis KretaYesterday I’ve been to L’Houp, one of my favorite places in Dresden. It’s a nice little club where DJs and musicians celebrate electronic music of all kind. It’s not a dance club, but a place to talk and drink, listen to new and innovative sound, and it’s usually only open on Tuesdays and Thursdays, sometimes also on Sundays. There are changing exhibitions, and this time it’s “Fee wars!!!”, from Fee Vogler (some people in the Chaosphere know her under her DJane name cloud23). The photograph shown is an exerpt of a collage, but most pictures in her exhibition are paintings on glass and drawings. I’m trying to get two of the pictures, since I like the stuff Fee does very much. For all the people interessted in whats going on today at the HfbK Dresden: Prof. Bömmels will make his debut today, with Kölsch, Halve Hahn and Plönz (you may recognized that he’s from Cologne originally).

Through some convincing the L’Houp will have Club Mate from tomorrow on, thanx to André from Inkorrupt.

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"Real stupidity beats artificial intelligence every time." - Terry Pratchett, Hogfather

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