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fukamis terror chatroom

Datenspuren 2006 revisited

Prickle-Prickle, 66th Discord, 3172.
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Letztes Wochenende fand in Dresden zum mittlerweile dritten Mal das Symposium Datenspuren - Privatssphäre war gestern des Chaos Computer Club Dresden statt. Die Veranstaltung wurde dieses Jahr auf 2 Tage ausgedehnt, was ihr aus meiner Sicht sehr gut bekommen ist. Dadurch wurde das Programm etwas entzerrt und die Besucher hatten die Möglichkeit, in den Pausen das Gespräch zu suchen und waren am Ende der Veranstaltung nicht vollkommen fertig. Zudem gab es dadurch eine Möglichkeit, am Samstag eine Party, zu veranstalten, die “Free Musik meets Privacy” hiess und auf der CC-Musik von Phonocake und Elbklang zum Besten gegeben wurde.

Es hat zwar nicht alles so geklappt wie erwartet, trotzdem fand ich die Veranstaltung sehr gelungen. Trotz alledem bleibt natürlich anzumerken, dass so eine Event im Kern eben doch eine Menge Frustpotenzial beinhaltet, z.B. wenn man sich klar macht, wie viele hart erkämpfte demokratische Bürgerrechte nach und nach verloren gehen, und alles im Namen der angeblichen Terrorabwehr und Kriminalitätsbekämpfung. Vor allem im Osten Deutschlands, in dem 89 ein Schnüffelstaat abgeschafft wurde, ist die Sensibilität für diese Thematik und der Zorn über die Massnahmen in einigen Bevölkerungsgruppen wohl noch etwas stärker ausgeprägt.

Es gab aber auch einiges positive Ansätze: Rop z.B. will eine Kampagne starten, die den Einsatz von Wahlmaschinen stoppt, weil er, aus meiner Sicht zu recht, der Meinung ist, dass wir anders als bei Zetteln, bei Software-basierten Wahlen keinerlei Möglichkeiten haben werden, die Ordungsmässigkeit solcher elektronischen Wahlen wirklich sicher zu stellen. Ein anderer positiver Ansatz war dier Workshop von Alvar zu Telemediengesetz, bei dem es darum geht, was wir als Bildschirmarbeiter und Inhalteanbieter an Grundlagen brauchen, um uns auf unsere Arbeit zu konzentrieren ohne Angst haben zu müssen, beispielsweise eines Links wegen mit langwierigen und teuren juristischen Gefechten rechnen zu müssen.

Mir persönlich hat der Vortrag von Prof. Dr. Roland Hefendehl gut gefallen, der zwar etwas spröde vorgetragen war, aber im Kern einige sehr gute Erklärungsmuster und generelle Argumentationshinweise gab. Und auch sonst gab es aus meiner Sicht keinen einzigen schlechten Vortrag. Schade war allerdings, dass erst Markus absagen musste und dann auch Wetterfrosch nicht konnte, so dass wir keinen Vortrag zum 2. Korb und der Konfliktfeldern des Urheberrechts hatten.

Gefreut habe ich mich über die zahlreichen Gäste von ausserhalb, was mir zeigt, dass dieses Event mittlerweile einen bestimmten Stellenwert erreicht hat. Toll ist auch, dass es wieder Dank Martin Audio-Mitschnitte aller Vorträge gibt. In der Zwischenzeit kann man sich die Audiodateien der Datenspuren 2005 beim Chaosradio runterladen.

Mir ist jedenfalls noch eine Sache klar geworden: Wir brauchen Veranstaltungen, die nicht nur die Problematik an sich thematisiert, sondern auch Möglichkeiten diskutiert, was zu tun ist um das Rad an einigen Stellen wieder zurück zu drehen und die öffentliche Diskussion stärker anzuheizen. Es geht nicht an, dass Entscheidungen auf quasi undemokratische Weise getroffen werden und selbst die gewählten Politiker letztendlich eher gegen diese Entscheidungen sind. Das geht aus meiner Sicht nicht an. Wir müssen zu dem über kurz oder lang wohl doch wesentlich mehr machen, als einfach nur der Diskussion hinterher zu hinken und geschaffene Fakten zu kommentieren. Ich habe während der Datenspuren und kurz davor schon Mal begonnen, mir dazu einige Gedanken zu machen und werde, wenn das etwas konkrete Formen annimmt, mit den Planungen beginnen.

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1 Comment »

  1. Leider, leider war ja die Phonocake/Elbklang-Party sehr unterangekündigt. Es waren ja auch einige Verwirrungen vorher, denn die Presse z.B. hatte noch im Monat vorher die Info bekommen, dass von Doxa Ming bzw. Odessa spielen würde, irgendwie war da noch nichts bezüglich Phonocake und dass Odessa schlussendlich doch nicht auftraten, wurde dann von niemandem mehr erwähnt.

    Nun ja. Ich hab mir auch ein paar interessante Vorträge angehört, so als Außenstehende, die mit CCC-Sachen relativ wenig zu tun hat, fand ich den “Biometrics in Science Fiction” sehr unterhaltsam, aber auch Sachen zu DNSSEC oder die Resultate zum Telemediengesetz-Workshop.

    Aber Fazit: Falls mal wieder der CCC in DD tagt, komm ich bestimmt wieder rum.

    Comment by calliste — Pungenday, 2nd Confusion, 3172. @ 84116

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Of the delights of this world, man cares most for sexual intercouse, yet he has left it out of his heaven.

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