The Turkey Curse
fukamis terror chatroom

Raster

Prickle-Prickle, 33rd Confusion, 3171.

Ich hatte grade eine sehr verstörende Zusammenkunft, bei der neben einigen schon etwas betagteren Freaks ein Junge von 15 Jahren anwesend war. Er ist offensichtlich sehr intelligent, offen, hilfsbereit, interessiert und sehr belesen, so sehr, dass er den Leuten um sich herum in bestimmten Belagen nicht nur das Wasser reichen konnte, sondern darüber hinaus kaum jemand in der Lage war ihm wirklich zu folgen. Er wird in den nächsten Tagen nach Arnsdorf gehen, weil er diagnostiziert ein selbstmordgefährdeter Jugendlicher sei, der sich einem Alkoholentzug unterziehen soll, was offensichtlich vollkommener Unsinn ist. Und wie sahen die Tests aus, die zu einer Diagnose dieser Art geführt haben: Einige Ankreuztests innerhalb von wenigen Minuten, durchgeführt von Muttis, die, überspitzt gesagt, fickfrustig am frühen Morgen mit einer handvoll Fragen innerhalb weniger Minuten entscheidend dazu beitragen, welchen Weg dieser Junge einschlagen wird. Wie gerecht kann man so einer Person werden, die, vollkommen natürlich und gesund, diese unbeseelten Angestellten unangespitzt in den Boden rammt, Leuten, die ihr Pensum schaffen wollen, einen komplett falschen Job machen und denen dieser Mensch vollkommen vorbei geht. Dazu eine Mutter, in der Jugend ganz offensichtlich ebenso oberflächlich fehlbeurteilt, mit vollkommen verpeiltem Lebenslauf aber hochintelligent und grade so über die Runden kommend, die einfach nur vollkommen überfordert ist.

Welch eine furchtbare und grausame Verschwendung. Ich könnte nur kotzen und bin total wütend.

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Die Gesellschaft des Spektakels

Pungenday, 32nd Confusion, 3171.

Angeregt durch den Vortrag mit Jens beim Camp Discordia habe ich nach langen Jahren mal wieder zur Gesellschaft des Spektakels von Guy Debord gegriffen. Damals habe ich viele Sachen so nicht gesehen wie Dubord sie beschrieben hat, vieles habe ich damals nicht verstanden. Aber zum Glück wird man ja älter :-)

Hier einige Zitate, von Teilen, die mir besonders gut gefallen:

Form und Inhalt des Spektakels sind identisch die vollständige Rechtfertigung der Bedingungen und der Ziele des bestehenden Systems.

Das Spektakel ist, seinen eigenen Begriffen nach betrachtet, die Behauptung des Scheins und die Behauptung jedes menschlichen, d.h. gesellschaftlichen Lebens, als eines bloßen Scheins. Aber die Kritik, die die Wahrheit des Spektakels trifft, entdeckt es als die sichtbare Negation des Lebens, als eine Negation des Lebens die sichtbar geworden ist.

Das Spektakel stellt sich als eine ungeheure, unbestreitbare und unerreichbare Positivität dar. Es sagt nichts mehr als: “Was erscheint ist gut; was gut ist erscheint.” Die durch das Spektakel prinzipiell geforderte Haltung ist eine passive Hinnahme, die es schon durch seine Art, unwiderlegbar zu erscheinen, durch das Monopol des Scheins faktisch erwirkt hat.

Die erste Phase der Herrschaft der Wirtschaft über das gesellschaftliche Leben hatte in der Definition jeder menschlichen Realisierung eine offensichtliche Degradierung des Seins um Haben mit sich gebracht. Die gegenwärtige Phase der völligen Beschlagnahme des gesellschaftlichen Lebens durch die akkumulierten Ergebnisse der Wirtschaft führt zu einer verallgemeinerten Verschiebung vom Haben zum Scheinen, aus welchem jedes tatsächliche “Haben” sein unmittelbares Prestige und seinen letzten Zweck beziehen muß. Zugleich ist jede individuelle Wirklichkeit gesellschaftlich geworden, direkt von der gesellschaftlichen Macht abhängig und von ihr geformt. Nur sofern sie nicht ist, darf sie erscheinen.

Das Spektakel ist ein ständiger Opiumkrieg, um die Identifizierung der Güter mit den Waren und auch die der Zufriedenheit mit dem sich nach seinen eigenen Gesetzen vermehrenden Überleben aufzuzwingen. Wenn aber das konsumierbare Überleben etwas ist, das sich ständig vermehren muß, so deshalb, weil es die Entbehrung immer noch enthält. Wenn es kein Jenseits des vermehrten Überlebens gibt, keinen Punkt, an dem dieses Überleben sein Wachstum beenden könnte, so deshalb, weil es selbst nicht jenseits der Entbehrung liegt, sondern die reicher gewordene Entbehrung ist.

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We’ll play songs we haven’t written yet

Pungenday, 32nd Confusion, 3171.

Most bands only have a couple of songs to play and play’em again and again. The band I’ve seen yesterday at Star Club is different: Giant Sand. This band consists of Howe Gelb and of some Danish guys nowadays (Howe has a very good looking Danish wife and spends 4-5 months per year in Aarhus, so that’s the reason why he catch them). John Convertino and Joey Burns have another well known and commercially very successful band called Calexico, so they don’t really have the time to be part of Giant Sand any more. Howe gave his muscians a hard time, because they didn’t always know what he was going to do or play, but it was nice to see how the songs were evolving. I arrvied a bit too late, so I missed 2 or 3 songs. But I came right in the moment when they played a song of Rainer Ptacek (I forgot which one, sorry).

Giant Sand is not really successful (in a commercial sense), but they have influenced quite a lot of bands, especially from Tuscon, Ariona like Naked Prey, Meat Puppets, Green On Red or Calexico later on, and I think it has two reasons: Howe is not able to marketing himself well (although he is a brilliant entertainer) and he doesn’t really seem to meet the interests of the major record companies. His music and ideas are much to intelligent for the mass market I think, but for those-who-know(tm) it’s a source of a wonderful time and a very special experience with music.

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Das komplizierte Scheitern der Ignoranz

Pungenday, 32nd Confusion, 3171.

Oder: Aus dem Rohstoff des Scheiterns das Äusserste machen *)

In manchen Phasen des Lebens laufen die Dinge schlecht, in manchen noch schlechter. Jetzt befinde ich mich grade in Letzterer, und um ehrlich zu sein, hat sich eigentlich im Kern seit einem Jahr nicht wirklich geändert. Ausser vielleicht, dass ich der Obdachlosigkeit entkommen bin und im Laufe des letzten Jahres eine Menge wirklich toller Leute kennen und schätzen gelernt habe. Letztendlich konnte ich ein paar für mich persönliche Dinge nicht klären und konnte mir keine wirkliche Perspektive aufbauen, oder bin schlicht zu doof, um aus den sich mir bietenden Möglichkeit das zu machen, das nötig gewesen wäre, um so weiter zu machen wie bisher. Da ich keine Person bin, die resigniert und sich verkrümmelt, habe ich ja trotzdem ein paar Dinge getan, auch wenn das nicht in allen Fällen die spektakulärsten oder erwähnungsfähigsten waren. Aber ich kann es mir schlicht nicht mehr leisten.

Die letzten Monate haben sich meine Schulden derart vergrössert, dass ich deswegen leider anfangen muss, einige entscheidende Sachlagen zu verändern. Das Erste davon ist grade schon in vollem Gange und hat mit dem von mir immer noch betriebenen Domain-Hosting zu tun, dass ich ab sofort aufgeben werde. Es ist schon ziemlich traurig, diesen Teil verlieren, weil ich das seit etwa ‘96 mache und leider eben viele Projekte und Leute betrifft, die mir sehr ans Herz gewachsen sind und deren erste Schritte ins Internet ich teilweise begleitet habe. Es tut mir sehr leid, aber ich kann daran nichts ändern — es geht einfach nicht mehr. Es ist wie immer, dass es die kleinen Projekte und die sowieso Angeschissenenen eigentlich am Härtesten trifft, also genau die, die irgendwie auf Hilfe angewiesen sind, die in der Regel nur gegen Bares zu erhalten ist. Ich werde aber versuchen, Mittel und Wege zu finden, dass alles irgendwie unterkommt (was teilweise schon gelungen ist). Ein paar Sorgenkinder bleiben aber bisher noch. Um die Anderen, also die ohnehin professionell Tätigen, mache ich mir keine wirklichen Sorgen, die finden schon einen Weg um klar zu kommen, denn heute ist das ganze ja keine schwarze Magie mehr und es gibt einen riesigen Markt an Angeboten aller Art. Aber wie dem auch sei, es ist irgendwie trotzdem bitter, weil es schon einen ziemlich wichtigen Teil meines Lebens ausgemacht hat. Ausserdem wird wohl dieses Blog sterben, nicht sofort, aber in absehbarer Zeit.

Ausserdem befindet sich der etwas seltsam “Büro” titulierte Ort des CCC Dresden nicht mehr in meinen Räumlichkeiten. Zum Einen liegt das an unvermeitlichen Irritiationen, wenn Chaos und Privates sich derart vermischen, was dann auch zu wirklich hässlichem Krach geführt hat, den man unter anderen Umständen komplett hätte vermeiden können. Aber auch hier war das wohl wieder der Wunsch, das einfach Raum für etwas Wunderbares da ist bevor eigentlich klar ist, was es genau ist, aber leider irgendwie ist es eben nicht gelungen, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Anstelle dessen wird bei mir ein Mensch einziehen, der grade praktisch obdachlos ist.

Da ich im Moment eigentlich alles in meinem Leben zur Disposition stelle, kann ich wenig Aussagen über Pläne oder ähnliches machen. Als erfreuliche Sache ist immerhin zu vermelden, dass ich, wahrscheinlich ab September, wenn denn coloradio eine eigene Frequenz hat und länger senden wird, endlich wieder eine regelmässige eigene Radioshow, neben dem Chaosradio Dresden, haben kann. Ansonsten befinde ich mich aber praktisch im freien Fall.

Demnächst jährt sich ausserdem der Todestag von Lutz zum ersten Mal, meinen Mitbewohner, der sich vor einem Jahr das Leben genommen hat, und der 12. von Ina und Judith, die auf dieselbe Art aus dem Leben gegangen sind. Über den selbgewählten Tod von so intelligenten, liebenswerten und sensiblen Menschen nachzudenken, über die Gründe, warum sie letztlich keinen anderen Ausweg als diesen gesehen haben, bringt mich in eine komische Stimmung, auf seltsame Fragen und noch seltsamere Antworten. Aber keine Sorge, das hier ist ganz sicher kein Abschied, dazu liebe ich das Leben und Menschen einfach viel zu sehr. Und auch wenn ich grade total keinen Plan habe, es gibt es viel zu viele Dinge, die mich interessieren, als das ich einfach aufgeben könnte.

*) Das Zitat stammt aus einem Buch von Kurt Vonnegut mit dem Titel “Hokuspokus … oder wohin so eilig” und bescheibt ein Schild, das sich über ausgestellten Perpetuum Mobile befindet, die aus den feinsten Materialien hergestellt sind, ganz so, als könnten die Erfinder die Natur mit Materialien wie Gold und Elfenbein überlisten.

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Music still saves my life

Setting Orange, 29th Confusion, 3171.
Music fukami 19260 7 Comments | Trackback URI

Everyone knows situations when clicking the web here and there without a special purpose and finding some “brothers in mind” by accident. Today I ran into a techno mix of guy called Symann (he’s coming from Slovenia as I got to know), which I downloaded by accident somehow. When I started to hear this mix I was really surprised: It begun with a track from Miles Davis and smoothly moved over to a very warm and nice dubby, deep, minimal techno sort of thing. Since it was marked as _betoni#65_ I was wondering what it is about and if there is something more to get.

People who know me are aware that I’m very interessted in electronic music and mixing since quite a while. When you are a record buyer, you are much more hypercritical with music, because vinyl is usually pretty expensive, so you won’t buy stuff you don’t like after a certain time. The other “benefit” is, that the market for vinyl is relativly free now from those industry crap (at least at the places where I buy my records), since no one really buys vinyl beside DJs or old fashioned music lovers. So I think it’s a big difference if someone is ripping sound off the internet or has a different approach to it: The vinyl DJs are somehow closer to their sound in my opinion, and usually they know their tracks very well (I know, there are many exceptions, but I mean the usual stuff), and the tracks have a completly different value for them … and they like to share this value with their listeners.

I found the site where the mix was originated from: betoni, which is located in Finland. It’s not really surprising for me personally, since my step into electronic music after years of punk rock mainly started with some Finnish guys called Pan Sonic (they called themself “Panasonic”, but they got some trouble with that company) and a label from Finland called Sähkö. I also still like many stuff from there, i.e. Imatran Voima, Mr. Velcro Fastener, Juho Kahilainen or Ovuca. (BTW: There is a nice overview over many Finnish artists and labels at pHinnweb).

The banner on the betoni site simply says: “Build it deeper”. And that’s _it_: Music which makes a difference. No bullshit.

There are not only DJs from Finland, but also from Denmark, the US, Italy, Switzerland, Japan, Estonia, UK, Ireland, Germany, Slovenia, Australia, Canada and Portugal — overall there are around 70 mixes, most are about an hour. I got to hear 6 by now, and one is better and more interessting than the other. And it’s many types of electronic music, from techno, minimal and house to electro, dub and even some IDM.

Because I was somehow depressed today and this music made my day I wanted to share this finding with the readers of my blog. So I hope you enjoy it as much as I do!

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Bunte Republik Neustadt

Sweetmorn, 25th Confusion, 3171.

Vergangenes Wochenende fand zum 15. Mal die BRN in Dresden statt (Um genau zu sein war es die 16. - 1993 gab es auch eine BRN im Winter, die aber nicht so ganz das war was man sich unter BRN vorstellt - andererseits ist die BRN ja eine real-existierende Mikronation, auch wenn wir keine Regierung mehr haben). Mir hat das Ganze dieses Jahr ziemlich gut gefallen. Das einzig wirkich Verstörende war eigentlich nur das enorme Polizeiaufgebot. Alleine über dem Alaunplatz stand eine beachtliche Zahl schweren Geräts, so dass es aussah als wären die auf einen echten Bürgerkrieg vorbereitet. Letztendlich waren die anwesenden Polizisten, die offensichtlich u.a. aus Nordrhein-Westfalen und dem Saarland angekarrt worden sind, recht entspannt, ja teilweise waren die Polizisten sogar richtig gut gelaunt und schienen auch ihren Spass zu haben. Am Sonntag rannten sogar Polizisten mit Blumengirlanden rum und einer trug einen Aufkleber, auf dem ein Hanfblatt auf den Rastafarben abgebildet war. Echt schräg. Jedenfalls war es dieses Jahr nicht so aggressiv, von beiden Seiten nicht, und das obwohl es am Freitag früh wohl schon eine heftigere Auseinandersetzung gab. Und so war es eben ein friedliches Fest ohne viel Gepöbel.

Wie jedes Jahr gab es für mich persönlich auch dieses wieder allerlei neue und alte Sachen zu entdecken, oder habe dadurch, dass Manuel da war und wir eigentlich fast die ganze Zeit zusammen unterwegs waren und ich ihm Einiges zeigen wollte, viele grosse und kleine Dinge gesehen, die für mich die BRN und die Neustadt so wichtig und lebenswert machen. Ob das Sachen waren wie das Total Sellout (diesmal in den alten L’Houp-Räumlichkeiten), in dem die Crowd wieder Bilder ausgestellt und verkauft hat, die Technopunks mit ihrem martialischen Mad-Max-Outfit mit entsprechender Show, die Zusammentreffen, die es am a.l.i.a.s. (das aus dem ehemaligen Infoladen hervorging) und an einem afrikanischen Stand an dem es Fisch mit Kochbananen gab, oder auch der kleine Wirbelsturm im Alaunpark und Tinys Einsatz am Calzador: Irgendwie gab es die ganze Zeit bemerkenswerte und absurde Situationen. Manuel hat z.B. vor meinem alten Büro 50 Euro gefunden, ich habe mir einen Wespenstich zugezogen und war deswegen sogar kurz im Krankenhaus, weil mein Arm eine gerötete, pralle Verformung aufwies (und bekam dort ein Antihistaminika gespritzt). Ich habe viele Leute getroffen, die ich teilweise lange nicht gesehen habe und die für das Fest wieder den Weg nach Dresden gefunden haben wie z.B. Dillon, der extra aus Hamburg gekommen ist, aber auch andere nette Zeitgenossen wie unseren ehemaligen Monarchen Gregor Kunz oder Martin Dehnke, unserem Audiomenschen bei den Datenspuren, denen ich sonst nur sehr sporadisch begegne, um nur mal zwei zu erwähnen. Mit Martin hatten wir ausserdem einen tollen längeren Diskurs zum Thema freie Radios, Piraten, Peercast und lustige Hardware und er hat uns durch die Räume von coloradio geführt, in denen wir vorraussichtlich ab September regelmässig senden können (einen aussprechbaren Namen für die Radiosendungen des Dresdner Chaos haben wir BTW auch eventuell schon, aber ich sage jetzt hier erstmal noch nichts. Das soll mal der Finder des Namens machen wenn es soweit ist ;-)

Auf dem Alaunplatz gab es Punk und überhaupt gab es ganzen Haufen Punk, überall, Live, in Farbe und auf Konserve (und mit anderen Bezeichnungen versehen, aber ich nenn das jetz mal Punk im positiven Sinne). Besonders bemerkenswert fand ich noch eine Gruppe von kiffenden Hippies, die einen Plattenspieler mit Batteriebetrieb dabei hatten und Sechziger-Jahre-Platten im Park gehört haben, einen “German Sheppard”, der eine seiner Eidechsen die BRN gezeigt hat und ihr die ganze zeit was erzählt hat, ein schönes Transpi mit “Sex gegen Nazis” und ein Schild eines neuen Piercing-Ladens, auf dem “Ja! Es tut weh!” stand. Verpasst habe ich leider am Samstag abend die Booty-Party mit CREDIT00 und DJ Driver, aber ich war nach dem Krankenhaus ziemlich erledigt, so dass wir schon relativ zeitig so gegen 4 Uhr früh nach Hause sind.

Mir ist vollkommen klar, dass viele Leute die BRN anders erlebt haben werden. Aber Manuel hat glücklicher Weise einige Fotos gemacht und ich hoffe, dass er, wenn er gut wieder in Karlsruhe angekommen ist, die Bilder irgendwo veröffentlicht (aller Vorraussicht nach bei flickr mit dem Tag brn oder so).

Ich werde Montag erstmal zum Ausruhen nutzen, denn Dienstag ist ja gleich wieder Action: Ich feiere meinen Geburtstag auf dem Königsbrücker Platz und fahre dann Mittwoch mittag nach Halle, um meinen Frondienst bei Face zu machen, dem ich vor einiger Zeit mal aus Versehen das einzige Exemplar einer sehr aufwändigen Skulptur zerlegt habe und ihm dafür beim Bau einer neuen helfen werde.

Update:

Gab wohl doch etwas Randale, von der die meisten Leute aber wohl gar nichts mitbekommen haben Mal ehrlich: Bei weit über 100k Besucher 20 Festnahmen, das ist doch fast rekordverdächtig.

Die Sächsische Zeitung hat übrigens ein paar ganz nette Impressionen veröffentlicht.

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Camp Discordia

Prickle-Prickle, 18th Confusion, 3171.

Die letzten Tage fand im Rahmen von Berlin 05 das Camp Discordia des CCC in der Wuhlheide statt. Eigentlich hatte ich vor, über die Hauptveranstalter rumzuranten, lass es aber doch sein. Fakt ist: Die haben aus meiner Sicht eine Menge verpeilt und ich denke es ist klar geworden, dass sie einerseits ziemlich überfordert und extrem schlecht vorbereitet waren und andererseits einfach viel Glück hatten, so dass nichts weiter passiert ist. Naja. Dafür war unser Camp klasse und ich habe mich sehr über die Arbeit mit den Jungs von Artevent gefreut. Mit Profis zu arbeiten macht eben einfach Laune.

Das Camp selbst hat mir grossen Spass gemacht und ich habe mich sehr über das Erscheinen der vielen Leute aus dem Club gefreut. Jens und ich haben einen Vortrag über “Hacktivismus” gehalten, der aus meiner Sicht ganz gut war (auch wenn man auch Details sicher verbessern kann). Grossen Spass hat mir auch das Auflegen gemacht (jeweils nur mit MP3-Player), am zweiten Abend ging es sogar 12(!) Stunden, in denen ich zusammen mit Manuel Musik gemacht habe. Einen ganz netten Eindruck von der Veranstaltung bekommt man durch ein paar Bilder.

Ich werde wohl noch ein paar Tage in Berlin bleiben bzw. nach Leipzig fahren, und am Wochenende ist ja schon wieder eine Mega-Veranstaltung, nämlich die BRN in Dresden.

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Audiokraut triple CD release

Boomtime, 11st Confusion, 3171.

Audiokraut is going to release 3 CDs next Saturday, 11th June. The release party will take place at “Altes Wettbüro” at Antonstr. 8 in Dresden-Neustadt. The start is at 3 o’clock in afternoon with barbecue and open air sound and will lead to a funky party. There are a couple of DJs like Deiner, Bronco Teddy and the Entire Human Race. The releases are:

* akrt-cd002 - “nondance odyssey” - various artists
* akrt-cd003 - “americana illegal” - redcarded
* akrt-cd004 - “pattern fascination” - schuffenhover

Unfortunatelly I’ll be in Berlin at that weekend :-(

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42 Punk Rock Classics

Setting Orange, 9th Confusion, 3171.
Music fukami 76716 6 Comments | Trackback URI

I ran into several problems with my list. First, there is a big difference between songs and bands which are somehow important and songs and bands I simply don’t like (i.e. The Pistols or The Exploited). The second problem is, that I don’t have all tracks handy and I still miss many of my records (i.e. Richard Hell and the Voidoids, Television Personalities, Jonathan Richman and the Modern Lovers or my Electric Chairs record), or the tracks are very rare so that I still remember them but have no idea where to get them (like early Adam and the Ants and The Bleach Boys). Unfortunatelly I also miss nearly all of my old tapes I got from friends over all the years.

So this is the list of my personal top 42 punk rock classics right now in alphabetical order. If I’m thinking about this music, every minute there are some new songs popping into my head, so I think is a first cut of tracks which were somehow important to me or had a very important influence for my personal life. Here we go:

* Adam and the Ants - “Christian Dior”
* Angelic Upstarts - “I’m an upstart”
* Blondie - “Man Overboard”
* Boomtown Rats - “I don’t like mondays”
* Buzzcocks - “Orgasm Addict”
* Cockney Rejects - “I’m not a Fool”
* Crass - “Berketex Bride”
* Dead Boys - “Sonic Reducer”
* Dead Kennedys - “Holiday in Cambodia”
* Devo - “Mongoloid”
* Dictators - “Search and Destroy”
* Electric Eels - “Agitated”
* Iggy Pop and The Stooges - “(I don’t wanna) Be Your Dog”
* Heartbreakers - “Chinese Rocks”
* Jonathan Richman and the Modern Lovers - “New England”
* Johnny Moped - “Noone”
* MC5 - “Kick Out the Jams”
* Motorhead - “City Kids”
* New York Dolls - “Seven Day Weekend”
* Pere Ubu - “Final Solution”
* Plastic Bertrand - “Ca Plane Pour Moi”
* Richard Hell and the Voidoids - “Blank Generation”
* Siouxsie and the Banshees - “Bad Shape”
* Stiff Little Fingers - “Wasted Life”
* Swell Maps - “Dresden Style”
* Talking Heads - “Psycho Killer”
* Television - “Marquee Moon”
* The Avengers - “Car Crash”
* The Bleach Boys - “Stocking Clad Nazi Death Squad Bitches”
* The Clash - “White Riot”
* The Damned - “New Rose”
* The Germs - “Forming”
* The Lurkers - “Shadow”
* The Ramones - “Teenage Lobotomy”
* The Saints - “No time”
* The Stanglers - “No More Heroes”
* The Vibrators - “Automatic Lover”
* TV Personalities - “Part Time Punk”
* Ultravox - “Young Savage”
* Wayne County and the Electric Chairs - “If you don’t want to fuck me baby, baby fuck off”
* Wipers - “Better off dead”
* Wire - “12XU”

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The Usual Punk

Prickle-Prickle, 8th Confusion, 3171.

For all the people who are wondering why I was mainly offline the last days: I’ve been quite busy, but I don’t want to bore with all the glory details. Unfortunatelly I need to stay in Dresden at least to Tuesday to get some problems solved. I also had quite a lot of confusing and funny situations. I recognized one of the strangest misunderstanding of how computer technology works. I found a love letter from a wrong person to a wrong person in my room. I had a lot of fun with the guys from Imatran Voima who are still in Dresden. I’ve been to Czech Republic after like 5 years or so and I was surprised how things have changed. I saw Sam Mefire the other day (remember: the first “coloured policeman” in Saxony). Finally Falk got Augustiner at “Altes Wettbüro”, my new favorite bar and we started a bet how long Merkel will survive after the election. We have a band in our house now and we came a bit closer to implement the project “HechtNET”. Marcel became the booker of Distillery, hurray. I’m very sad that I’ll miss the record release of Audiokraut and a couple of other events here next weekend, but I’ll need to give all to People’s Front of Judea.

Since Tim has no punk history, I started to think on a selection of “The 10 most important punk songs”, and I must admit it’s more difficult than I expected. For me personally it depends on how much I drink, so I am at more than 20 tracks now. Feel free to post suggestions in the comments what you think about what’s important for him to know.

Sunday I’ll hopefully meet my sweetheart again and I’m totally freakin’ out. So as I said in one of my previous posts: I’m feeling home being in Dresden.

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Datenspuren 2005 Audio online

Pungenday, 7th Confusion, 3171.

Die Audioaufnahmen der Datenspuren 2005 sind jetzt per FTP erhältlich unter ftp://ftp.skyhub.de/datenspuren/2005/.

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"If organized religion is the opium of the masses, then disorganized religion is the marijuana of the Lunatic Fringe" - Malaclypse The Younger

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